Frankreich: Urbasolar gewinnt 80 Megawatt in letzter Ausschreibungsrunde 2015

Die französische Regierung hatte die Resultate der letzten Ausschreibungsrunde (CR3 mit 800 Megawatt) zu Beginn des Monats veröffentlicht. Zu den Siegern gehört Urbasolar, das Zuschläge für Projekte mit insgesamt 80 Megawatt bekam, darunter Dachanlagen, Parkplatzüberdachungen und Freiflächenanlagen. Das französische Unternehmen erklärte nun, dass es rund 100 Millionen Euro in die Umsetzung der Projekte investieren werde. Die für die Anlagen notwendigen Solarmodule werden voraussichtlich von dem französischen Photovoltaik-Hersteller Sillia geliefert.

Insgesamt waren 22 Bieter mit Projekten mit einer Gesamtleistung von 810 Megawatt bezuschlagt worden. Ursprünglich sollten bei der Ausschreibungsrunde nur 400 Megawatt für Photovoltaik-Anlagen über 250 Kilowatt vergeben werden. Doch als Reaktion auf die große Zahl niedriger Gebote entschloss sich die französische Regierung im August zu einer Verdoppelung des Volumens. Die nächste Ausschreibungsrunde wird es bereits Anfang nächsten Jahres geben.

Die Vergütung für die erfolgreichen Projekte bei der letzten Ausschreibung wird 15 bis 23 Prozent niedriger liegen als in der davor. Durchschnittlich 8,2 Cent pro Kilowattstunde wird es für den Solarstrom aus Freiflächenanlagen geben. Für große Photovoltaik-Dachanlagen liegt der Preis bei 12,9 Cent pro Kilowattstunde und für Überdachungen bei 12,4 Cent pro Kilowattstunde. Allerdings dominierten Gebote für Freiflächenanlagen bis 12 Megawatt die letzte Ausschreibungsrunde.

In Frankreich wird für dieses Jahr ein Photovoltaik-Zubau von mehr als einem Megawatt Leistung erwartet. Erst kürzlich war in dem Land Europas bislang größtes Kraftwerk mit 300 Megawatt nahe Bourdeaux eingeweiht worden. (Becky Beetz, übersetzt Sandra Enkhardt)