SMA schafft Turnaround früher als erwartet

Die SMA Solar Technology AG hat kurz vor der Vorlage seiner Zahlen für das dritte Quartal seine Ergebnis- und Gewinnprognose nochmals angehoben. Grundlage dafür waren die starken Zahlen zwischen Juli und September, in denen der Photovoltaik-Wechselrichterhersteller seinen Umsatz und das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern konnte. Im dritten Quartal habe das Unternehmen einen Umsatz von 269,9 Millionen Euro erzielen können; im Vorjahreszeitraum waren es noch 208,1 Millionen Euro. Das EBIT-Ergebnis habe sich binnen Jahresfrist von -10,3 Millionen Euro auf 18,3 Millionen Euro verbessert, teilte SMA am Donnerstag mit.

Diese positiven Zahlen schlagen sich auch auf das Neun-Monatsergebnis nieder. In den ersten drei Quartalen habe SMA seinen Umsatz um rund 27 Prozent auf 699,2 Millionen Euro steigern können. Der Anteil des Umsatzes im Ausland sei dabei auf 86,7 Prozent weiter ausgebaut worden. Das operative EBIT-Ergebnis habe Ende September bei 3,4 Millionen Euro gelegen; nach den ersten drei Quartalen 2014 stand dort noch ein Verlust von 72,7 Millionen Euro in Büchern. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Amortisation, Zinsen und Steuern (EBITDA) habe nach drei Quartalen bei 58,9 Millionen Euro gelegen; ebenfalls eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Dabei hätten sich sowohl der gestiegene Absatz, als auch die reduzierten Fixkosten positiv ausgewirkt. Auch die Nettoliquidität habe sich trotz Abfindungszahlungen wegen des Mitarbeiterabbaus weiter erhöht. Die Eigenkapitalquote liege bei 46,7 Prozent.

Insgesamt hat SMA seinen Absatz deutlich steigern können. Er habe nach neun Monaten bei 5,0 Gigawatt gelegen, was bereits fast dem Absatz aus dem gesamten Vorjahr entspreche. Zu den wichtigsten Auslandsmärkten zählten dabei Nordamerika, Japan, Großbritannien und Australien. „SMA hat den Turnaround früher als erwartet abgeschlossen und bereits in den ersten neun Monaten des Jahres ein positives operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern erzielt. Wir haben unsere Technologie- und Marktführerschaft in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut und sind nach einer Studie von IHS klarer Weltmarktführer“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Er sei optimistisch, dass der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern auch im kommenden Jahr von der steigenden Nachfrage profitieren könne. Für 2016 erwartet Urbon nach einer Reuters-Meldung, dass die Verkaufspreise für Photovoltaik-Wechselrichter um acht bis zehn Prozent sinken werden.

Der SMA-Vorstand erhöhte seine Umsatz- und Ergebnisprognose vor dem Hintergrund des guten Geschäftsverlaufs bis Oktober weiter. Die am Mittwoch vorgelegte neue Prognose sieht nun einen Umsatz von 925 bis 975 Millionen Euro, vormals: 850 bis 900 Millionen Euro, vor. Das operative EBIT-Ergebnis werde im Gesamtjahr voraussichtlich zwischen 10 und 30 Millionen Euro liegen, zuvor lagen die Erwartungen zwischen 0 und 10 Millionen Euro. (Sandra Enkhardt)