Neue Fabrik von JA Solar in Malaysia steht

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Der vertikal integrierte Photovoltaik-Hersteller JA Solar hat den Bau seiner ersten Zellfertigung außerhalb Chinas vollendet. Es handelt sich um die 300 Millionen Renminbi (41,6 Millionen Euro) teure Produktionsstätte in Bayan Lepas in Malaysia. Die Produktion soll in einigen Wochen beginnen und die ersten Auslieferungen würden noch vor Jahresende erwartet, bestätigte JA Solars Deputy General Manager in Malaysia, Ong Ken Yong. Die in der Fabrik produzierten Solarzellen seine für die Photovoltaik-Märkte China, Japan und Europa bestimmt, auf die 45, 21 und 15 Prozent der Lieferungen entfielen. Nach Angaben von JA Solar sollen nur etwa ein Prozent der Solarmodule nach Nordamerika geliefert werden. „Das Unternehmen schaut zudem nach Möglichkeit, den Eintritt in mehr aufstrebende Märkte zu schaffen“, sagte Ong, der auch bestätigte, dass 18 Prozent der Solarmodule aus der Fabrik in Malaysia in diese Regionen gehen sollen.

In dem Werk will JA Solar multikristalline Hocheffizienz-Solarzellen produzieren. Es werde etwa 10 Prozent der Gesamtproduktionskapazitäten ausmachen. Rund 700 Mitarbeiter sollen in dem Werk beschäftigt werden. JA Solar betonte dabei, dass das Werk vollständig den örtlichen Vorschriften entspreche. „Wir haben die notwendigen Geschäfts-, Produktions- und Umweltlizenzen und Genehmigungen von den staatlichen Behörden, wie der malayischen Investitionsentwicklungsbehörde und dem Umweltministerium, erhalten“, fügte Ong an.

Nach Daten von Bloomberg New Energy Finance (BNEF) würden kommendes Jahr mehr als ein Zehntel der Gesamtproduktionskapazitäten von Chinas führenden Photovoltaik-Firmen außerhalb des Heimatlandes liegen. Bei der Solarzellenfertigung würden es bis zum Jahresende voraussichtlich mehr als 5,3 Gigawatt sein, die an Fertigungskapazitäten im Ausland entstünden. Neben JA Solar baut etwa Trina Solar eine Produktionsstätte in Thailand. Jinko Solar steht kurz vor der Fertigstellung einer Zell- und Moduleproduktion ebenfalls in Malaysia. Die BNEF-Analysten glauben, dass mehr als 50 Prozent der neuen Solarmodulproduktion führender chinesischer Hersteller künftig in Ländern Südostasiens entstehen werden. Dies sei aus wirtschaftlichen und logistischen Gründen attraktiv, gleichzeitig vergrößere es aber die Gefahr der Ausweitung von Anti-Dumping-Ermittlungen auf viele dieser Länder. (Ian Clover, übersetzt und bearbeitet: Sandra Enkhardt)

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