Avancis: Spatenstich für Produktion in China mit 1,5 Gigawatt

CNBM will in China mit der CIGS-Technologie von Avancis eine große Fabrik aufbauen. Am Dienstag sei der Spatenstich für die neuen Produktionslinien in Bengbu in der Provinz Anhui erfolgt, teilte der chinesische Baustoffkonzern mit, der den deutschen Photovoltaik-Hersteller übernommen hat. Schrittweise solle eine Produktion mit einer Jahreskapazität von 1,5 Gigawatt aufgebaut werden. Avancis sei dabei der Technologie-Lieferant für die CIGS-Dünnschichtmodule. Insgesamt 1,43 Milliarden Euro soll in den Aufbau und die Etablierung der Technologie investiert werden, wie es weiter hieß. Das Geld komme von CTIEC, die Projektierungsgesellschaft von CNBM, sowie die Bengbu Investment Group und die Bengbu Gaoxin Investment Group.

Der CEO von Avancis, Franz Karg, spricht von einer „einmaligen Gelegenheit“. „Neben den prinzipiellen Kostenvorteilen einer vollintegrierten Dünnschichtfertigung erlaubt uns diese Expansion nun erstmals auch Volumeneffekte zu einer weiteren Kostenreduktion zu nutzen“, so Karg. Zudem würden die Avancis-Module damit direkt vor Ort für den derzeit weltgrößten Photovoltaik-Markt produziert.

Auf 55.000 Quadratmetern würde zunächst eine Produktionseinheit mit 300 Megawatt Jahreskapazität aufgebaut. Die ersten Solarmodule sollen voraussichtlich 2017 in Bengbu vom Band laufen, wie das Unternehmen mitteilte. Zudem solle auch die Produktion in Deutschland wie geplant ausgebaut werden. Von seinem Werk in Torgau aus wolle Avancis den europäischen Photovoltaik-Markt bedienen.

Ende August 2014 hatte CNBM die Übernahme von Avancis abgeschlossen. Danach begannen die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme der Produktion in Torgau mit einer Kapazität von 100 Megawatt. Bereits im November deutete Karg an, dass CNBM den Aufbau einer großen Fabrik in China nach Torgauer Vorbild plane. (Sandra Enkhardt)