Belectric OPV: Organische Solarmodule schweben am Seilnetz

Die Belectric OPV GmbH hat für die Afrikanische Union ein energieerzeugendes Sonnensegel in Form des afrikanischen Kontinents im Peace and Security Building in Addis Abeba fertiggestellt. An dem Projekt, das unter Leistung der Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stand, seien auch der Hersteller von Stahlseilnetz-Tragwerkskonstruktionen, der Carl Stahl Architektur GmbH und der Materialhersteller Merck KGaA beteiligt gewesen.

Zum ersten Mal sei ein Photovoltaik-Projekt in dieser Größenordnung mit den flexiblen organischen Solarmodulen von Belectric OPV reaöosoert worden. Dies sei durch das Edelstahlseiltragwerk von Carl Stahl ermöglicht worden. Die Gesamtanlage mit einer Größe von etwa 25 mal 20 Metern bestehe aus 445 blau-transparenten Einzelmodulen, für die Merck die Materialen geliefert habe. Sie werden von einer ausgeklügelten Seilnetzkonstruktion direkt unter der Membrankuppel des Innenraums des Peace and Security Building gehalten, wie es weiter hieß. Aufgrund der Lichtdurchlässigkeit der Module liege die Lichttransparenz der gesamten Deckenfläche bei etwa 75 Prozent. Das Sonnensegel liefere durch die OPV-Module zugleich ausreichend Solarstrom, um die LED-Beleuchtung des Innenraums zu versorgen.

Das Sonnensegel in der Hauptstadt Äthopiens sei das erste Nachfolgefolgeprojekt für Belectric OPV nach der Ausstattung des Deutschen Pavillions auf der Expo 2015 in Mailand gewesen. „Mit diesem weiteren, sehr renommierten Projekt sind wir mit unserem Angebot einer gestaltungsorientierten Photovoltaik für den Gebäudebereich endgültig im Markt angekommen“, erklärte Hermann Issa, Director Business Development and Sales von Belectric OPV. Das System sei in nur fünf Tagen und hauptsächlich mit lokalen Kräften montiert worden, ergänzte Montageleiter Luca Casati von Carl Stahl. Das Projekt zeige, wieviel Potenzial in der Kombination aus organischer Photovoltaik und Stahlseiltragwerken stecke. (Sandra Enkhardt)