In Bayern und Niedersachsen gibt es die meisten Photovoltaik-Speicher

Batteriespeicher in Kombination mit Photovoltaik-Anlagen sind vor allem in den großen Bundesländern zu finden. Dies ergibt die Auswertung der neuen Daten des Speichermonitorings* der RWTH Aachen, das im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführt wird, durch die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Insgesamt seien 2014 in Deutschland 10.111 neue Batteriespeichersysteme im Zusammenhang mit Photovoltaik-Anlagen installiert worden.

In absoluten Zahlen sei Bayern beim Zubau mit 3024 Photovoltaik-Speichern im vergangenen Jahr deutschlandweit führend gewesen. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 2001 und Baden-Württemberg mit 1525. Unter den Ländern mit relevanten Zubauzahlen lag Niedersachsen im Jahr 2014 mit 16,3 Prozent auf Platz eins, wie die Auswertung ergab, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 16 Prozent und Brandenburg mit 15,6 Prozent. Der deutschlandweite Durchschnitt habe bei 13,4 Prozent gelegen. Die Stadtstaaten Bremen und Berlin lägen zwar theoretisch beim Anteil der neuen Photovoltaik-Anlagen mit Speicher an der Spitze – allerdings gab es dort gerade einmal 31 und 84 neue Batteriespeicher.

Grafik: AEE

„Aus Sicht des Stromnetzes bieten Batteriespeicher die Möglichkeit, die maximale Stromeinspeisung zur Mittagszeit zu reduzieren und damit die Belastung der Netze zu begrenzen. Sie sorgen dafür, dass die Solarstromanlagen auf dem Dach nur 40 bis 60 Prozent ihrer technisch möglichen Leistung ins Netz einspeisen“, erklärte AEE-Geschäftsführer Philipp Vohrer. Photovoltaik-Anlagen mit Batteriespeichern könnten zunehmend auch Systemdienstleistungen anbieten, beispielsweise die Frequenz des Stromnetzes stabil halten. Die Beibehaltung der Netzstabilität sei eine der zentralen Herausforderungen der Energiewende. Trotz eines Anteils von etwa 28 Prozent erneuerbaren Energien verfüge Deutschland über eines der sichersten Stromnetze weltweit. Nach jüngsten Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur war die Stromversorgung im vergangenen Jahr nur für durchschnittlich zwölf Minuten unterbrochen und damit die Dauer der Stromausfälle so niedrig wie noch nie. (Sandra Enkhardt)

*Nachtrag: Das Speichermonitoring bezieht sich nur auf Installationen im Zuge der KfW-Speicherförderung. Hersteller von Batteriespeichern geben übereinstimmend an, dass nur etwa die Hälfte der von ihnen verkauften Modelle die Förderung durch die KfW beanspruchen.