BYD und Fenecon errichten Solarpark in Deutschland

BYD und Fenecon haben in Deutschland die erste kommerzielle Photovoltaik-Anlage mit einem Megawatt Leistung mit den rahmenlosen Doppelglasmodulen 430 realisiert. Der Solarpark ist für das Unternehmen Berger Construction errichtet worden, das 60 Prozent des Solarstroms selbst verbrauchen wolle, teilte BYD nun mit. Es gebe bereits Planungen, die Photovoltaik-Anlage in naher Zukunft noch zu erweitern. Die neuen Doppelglasmodule, die eine Haltbarkeit von 40 Jahren haben sollen, seien gerade für Regionen mit hoher Verschmutzung durch Sand und Staub geeignet. Bei diesen Modulen setzt BYD Silikon statt EVA ein.

Der chinesische Modul- und Speicherhersteller hatte auf der Intersolar Europe im Juni auch sein ganz neues Modul vorgestellt. Das „Modul 2.0“ ist ein Doppelglasmodul mit dünnen Scheiben. Das Besondere ist, dass die Zellen nicht in einer EVA-Folie eingebettet sind, sondern in Silikon, das flüssig verarbeitet wird. Durch die neue Technologie wird nach Aussage von BYD die Haltbarkeit auf 50 Jahre erhöht. Es ist für Spannungen bis 1500 Volt geeignet und nach Einschätzung des Unternehmens PID frei. Auch die Busbars will BYD noch durch 24 Drähte ersetzen. Das reduziert den Silberverbrauch nach eigener Aussage auf 25 Prozent und erhöht den Wirkungsgrad. Ein 60-Zellen-Modul hat jetzt bis zu 280 Watt. Diese neuen „Module 2.0“ sind dann ab dem ersten Quartal 2016 auf dem Markt verfügbar, wie Fenecon nun bestätigte.

Mit dem neuen Modul will BYD auch seine Präsenz auf dem europäischen Photovoltaik-Markt weiter ausbauen. Die Hauptziele seien dabei die Niederlande, Großbritannien, Deutschland und Polen, so der chinesische Hersteller. (Sandra Enkhardt)