Netzstabilisierende Photovoltaik-Hausspeicher in der Schweiz

Die Ampard AG hat angekündigt, Photovoltaik-Hausspeicher mit seiner intelligenten Steuerungssoftware auszustatten. Die Ampard-Solarstromspeicher würden dann gemeinsam dazu beitragen, dass Stromnetz zu stabilisieren, hieß es bei dem Schweizer Unternehmen. Mehrere Photovoltaik-Speicher werden dabei zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschlossen und könnten Regelenergie anbieten. Damit ließen sich beim Netzbetreiber Swissgrid gute Erlöse erzielen, wodurch die Hausspeicher besonders günstig für Hausbesitzer mit Photovoltaik-Anlagen angeboten werden könnten, teilte Ampard weiter mit.

Zugleich könne durch die Ampard-Steuerungssoftware auch der Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms optimiert werden. Bei einer Batteriekapazität von zehn Kilowattstunden ließen sich rund zwei Drittel des Jahresstromverbrauchs eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit dem Strom aus der Photovoltaik-Anlage decken. „Mit dem Modell, das Ampard AG anbietet, kann die heutige Subventionswirtschaft im Solarbereich in Zukunft durch marktfähige Lösungen ersetzt werden“, erklärte Executive Chairman Philipp Eisenring.

Die Ampard-Speichersysteme würden ab sofort gemeinsam mit der BKW und der Inopower AG angeboten. Inopower importiere dabei Heimspeicher des chinesischen Herstellers BYD. Anschließend würden sie mit der Steuerung von Ampard versehen. Die Systeme mit 10 Kilowattstunden Speicherkapazität würden für 15.900 Schweizer Franken angeboten, wobei die Lieferung sowie die Installation enthalten seien. In diesem Preis sei auch eine Vergünstigung des Speichers von 3000 Schweizer Franken durch die Beteiligung an der Regelleistungsvermarktung inbegriffen. Das limitierte Angebot verzeichnet Ampard zufolge bereits hohe Nachfrage. (Sandra Enkhardt)