Schweiz: Hitzewelle sorgt für viel Photovoltaik

Die in der Schweiz installierten Photovoltaik-Anlagen haben in den vergangenen Wochen einen wichtigen Beitrag zur Stromversorgung geleistet. Nach einer einer provisorischen Auswertung der Stromverbrauchszahlen und der in der Schweiz installierten Photovoltaik-Anlagen hat Solarstrom während der Schönwetter- und Hitzeperiode seit Ende Juni durchschnittlich fünf Prozent zum Strombedarf beigetragen. Die Spitzenwerte an verbrauchsarmen Sonntagen lagen sogar bei rund 20 Prozent, wie der Schweizer Verband Swissolar nun mitteilte.

Grafik: Genossenschaft METEOTEST, Bern

Dabei lieferten Photovoltaik-Anlagen genau dann den Strom, wenn er am meisten gebraucht würde – in der Mittagszeit. Photovoltaik übernehme vermehrt die Rolle, die früher von Pumpspeicherwerken übernommen worden sei, heißt bei dem Photovoltaik-Verband weiter. Neuerdings könnten diese Anlagen nun billigen Solarstrom während der Mittagsspitze zum Pumpen verwenden, um anschließend während den Morgen- und Abendspitzen Strom zu produzieren. Daher ergänzten sich Photovoltaik und Wasserkraft auch sehr gut.

Swissolar hatte bereits vor einiger Zeit gefordert, dass die Schweiz stärker auf diese zwei Technologien im Strommix setzen sollte. Eine Studie von Swissolar-Präsident Roger Nordmann und Jan Remund aus dem Jahr 2012 belegt, dass auch nach einem massiven Ausbau der Solarenergie auf 28 Prozent Solarstrom-Anteil am Jahresverbrauch die Kombination aus Wasserkraft und Photovoltaik weiterhin gut funktioniere. Die Photovoltaik-Spitzenproduktion im Sommer könne von den neu erstellten Pumpspeicherwerken sowie Batteriespeichern aufgefangen werden. (Sandra Enkhardt)