Energiebau Gründer Michael Schäfer baut neuen Großhandel in Deutschland auf

Es gibt einen neuen Großhändler auf dem deutschen Markt, Segensolar. Segen, die Muttergesellschaft der deutschen GmbH hat nach eigenen Angaben im Vereinigten Königsreich einen Marktanteil von 25 Prozent. Segensolar operiert von Köln aus und wird von Michael Schäfer als Geschäftsführer geleitet. In Deutschland und den Niederlanden will er mit dem Unternehmen schon nächstes Jahr zur Top-Liga gehören. Später sollen weitere Länder in Europa folgen.

Michael Schäfer ist in der Solarbranche kein Unbekannter. Er hat vor mehr als 30 Jahren Energiebau gegründet und groß gemacht. Nach zwei Insolvenzen von Energiebau – erst die eigene, dann der des ersten Käufers Innotech – habe er vor der Frage gestanden, „Aufgeben oder Weitermachen“. Viele Kunden hätten ihm Mut gemacht, auch die Mitarbeiter wollten weitermachen und Segen sei bereit gewesen, Energiebau als deutsche Tochter weiterzuführen. Der jetzige Schritt sei erfolgt, nachdem der Insolvenzverwalter stattdessen dem chinesischen Projektierer SPI den Zuschlag gegeben hat. Der habe zwar das beste Angebot gemacht, aber kein Konzept vorgelegt, das Schäfer überzeugt hat. Inzwischen haben sich wohl 15 ehemalige Energiebau Mitarbeiter bei Segensolar beworben.

Michael Schäfer ist von der Segensolar-Software regelrecht begeistert, mit der Installateure Anlagen planen und bestellen können. Diese Software wird jetzt für den deutschen Markt angepasst. Die Logistik, inklusive eines Lagers, stehe aber schon bereit und es würden auch bereits Produkte ausgeliefert. Segensolar hat unter anderem LG, Solarworld, Ja Solar, Jinko, SMA, Fronius and Solaredge im Portfolio. Außer dem Vertrieb in Deutschland will sich Schäfer – wie früher bei Energiebau – auch für solare Projekte in Afrika engagieren. (Sandra Enkhardt, Michael Fuhs)