Manz muss Prognose für 2015 nach unten korrigieren

Der Vorstand der Manz AG muss seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr korrigieren. Ursprünglich wollte der Maschinen- und Anlagenbauer in diesem Jahr einen Umsatz von 320 bis 340 Millionen bei einem deutlich positiven EBIT-Ergebnis erreichen. Nun geht der Vorstand nach einer Strategietagung von einem „moderat rückläufigen“ Umsatz gegenüber 2014, der bei 305,9 Millionen Euro lag, bei „ einem zwar verbesserten, jedoch voraussichtlich negativen EBIT“ aus. Manz werde die Zahlen im Laufe der kommenden Wochen noch konkretisieren, wolle aber den Eingang einiger wichtiger erwarteter Aufträge abwarten.

Die Begründung für die Rücknahme ist eine kürzlich erhaltene Auftragsstornierung im Volumen von etwa 12 Millionen Euro im Bereich Electronics, teilte Manz weiter mit. Damit verbundene und in der Jahresprognose enthaltene Folgeaufträge mit einem höheren zweistelligen Millionen-Euro-Volumen könnten daher ebenfalls nicht realisiert werden. Zudem gebe es Verzögerung beim Auftragseingang im Segment Energy Storage bei. Die eigentlich für April und Juni erwarteten Aufträge würden voraussichtlich erst in den nächsten Wochen erteilt. Die damit verbundenen Umsätze würden sich daher zu großen Teilen in das vierte Quartal sowie das kommende Geschäftsjahr verschieben.

Insgesamt ist der Vorstand von Manz aber optimistisch und sieht große Potenziale für die drei strategischen Geschäftsbereiche Electronics, Solar und Energy Storage. Die begonnene Diversifizierung bei Kunden, Regionen und Technologien in diesen strategischen Geschäftsbereichen solle konsequent weitergeführt werden, um die Abhängigkeit von Großkunden und der volatilen Marktentwicklung weiter zu reduzieren, hieß es weiter. (Sandra Enkhardt)