Deutsche Energieversorgung erreicht ähnliche Speicherkosten wie Tesla

Teilen

Zur Intersolar stellt die Deutsche Energieversorgung Lithium-Batteriespeichersysteme vor (zurPressemeldung). Die drei Modelle haben 5, 7,5 und 10 Kilowattstunden nutzbare Kapazität und sind mit Preisinformationen in der aktualisiertenpv magazine Batteriespeicherübersicht enthalten. Zusätzlich gibt es zwei weitere Modelle bis 15 Kilowattstunden.

Das Unternehmen war bisher dafür bekannt, besonders günstige Systeme auf Basis von Blei-Industriebatterien anzubieten. Quasi das Gegenteil eines Hochpreissegments. „Es gibt aber Kunden, die fragen nach Lithium-Batterien“, sagt Geschäftsführer Mathias Hammer. Die Wirtschaftlichkeit sei bei den Bleibatterien immer noch besser. Die Deutsche Energieversorgung kauft die Lithium-Batterien bei Panasonic zu. Dazu mussten sie laut Hammer eine umfangreiche Sicherheitsprüfung bei Panasonic durchlaufen. „Die Batterien kann man nicht einfach so kaufen“. Kürzlich habe der Brandtest stattgefunden, bei dem sich zeigt, wie lange das Gehäuse einen Brand in Schach halten kann. Nach dem Sicherheitsleitfaden soll es noch zertifiziert werden, allerdings vermutlich nicht mehr dieses Jahr (was auch in der Übersicht so angegeben ist). Hammer will abwarten, bis sich die Prüfinstitute über die Tests wirklich einig sind.

Stromspeicherkosten

Der Strom aus dem 10-Kilowattstunden-Batteriespeicher der Deutschen Energieversorgung kostet im optimalsten Fall 20 Cent pro Kilowattstunde. Ein Blick in unsere Speicherübersicht zeigt, dass das System damit zu den günstigsten überhaupt gehört.

Dieser Vergleich, für den man die Kosten des Batteriespeichers durch die maximal umsetzbare Energie (Zyklenlebensdauer mal Batteriekapazität) teilt, gibt allerdings nur einen groben Anhaltspunkt, da nicht immer die gleichen Leistungen in den Preisen enthalten sind. Sie unterscheiden sich darin, welche Komponenten mitgeliefert werden, ob zum Beispiel ein Energiemanager enthalten ist, welche Funktionalitäten der Enegiemanager hat und wie gut er funktioniert. Auch bei den Garantie- und Monitoringdienstleistungen gibt es Unterschiede. Außerdem berücksichtigt diese Berechung keine Verzinsung der Investition und negative Effekte, falls die Batterie nicht vollkommen effizient genutzt wird.

Einen Anhaltspunkt dafür, wie die 20 Cent pro Kilowattstunde Speicherkosten zu werden sind, gibt auch der Vergleich mit dem viel diskutierten System von Tesla. An für sich ist dieses ja erst einmal nur eine Batterie. Die Kosten werden am Ende vom System bestimmt und dürften bei den verschiedenen Kooperationspartnern variieren. Bisher ist nur von Solarcity, an dem Tesla Gründer Elon Musk Anteile hält, bekannt, wie teuer die Batterie mit Leistungelektronik ist. Das Unternehmen verkauft die Bakup-Variante, die im Schnitt über zehn Jahre mit zehn Kilowattstunden Kapazität einmal pro Woche geladen und entladen werden kann, laut Bloomberg für 7.140 US-Dollar. Mit den Home-Systemen in Deutschland ist nur die andere Tesla Batterie, die mit sieben Kilowattstunden Kapazität jeden Tag ge- und entladen werden kann. Angenommen, der Preisabstand zwischen den beiden Batterien ohne Elektronik ist auf die Systeme mit Elektronik übertragbar und die zehn-Jahresgarantie entspricht der Lebensdauer, ergeben sich damit Speicherkosten von etwa 23 Cent pro Kilowattstunde.

Die Wirtschaftlichkeit der Batteriespeicher lässt sich unter Umständen dadurch verbessern, dass die Käufer an der Vermarktung von Regelenergie profitieren. DieDeutsche Energieversorgung ist eines der ersten Unternehmen, das das angekündigt hat und jetzt testet. (Michael Fuhs)

In derJuniausgabe pv magazine finden sie einen ausführlichen Marktüberblick Batteriespeichersysteme und Analysen dazu. Online finden Sie:+ Produktdatenbank Batteriespeicher (aktualisiert Mai 2015, 51 Anbieter und 290 Systeme).+ Hintergrundartikel Batteriespeicher

In der Printausgabe haben wir auch die Speicherstromkosten gelistet, wenn die Unternehmen genügend Angaben gemacht hat. Die Deutsche Energieversorgung hat ihre Kosten korrigiert. Daher finden Sie in der Printausgabe andere Speicherstromkosten als hier im Online Artikel.

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Teilen

Ähnlicher Inhalt

An anderer Stelle auf pv magazine...

Schreibe einen Kommentar

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.

Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.

Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.

Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.