Eon steigt bei Sungevity ein

Eon wird künftig mit den US-Start-up Sungevity zusammenarbeiten. Über eine strategische Co-Investition hat sich Eon zudem an Sungevity beteiligt. Über die Höhe der Investitionssumme und Beteiligung machte der Energiekonzern auf Nachfrage von pv magazine keine Angaben. Ein Sprecher verwies darauf, dass es eine Vielzahl dieser strategischen Co-Investitionen in Unternehmen gebe.Die Investitionen tätigt Eon dabei schwerpunktmäßig in strategische Technologien und Geschäftsmodelle. Dabei ergebe sich für beide Seiten ein Gewinn. Junge Unternehmen profitierten von der Skalierung ihrer neuen Technologien in einem frühen Stadium und erhielten dazu die finanziellen Mittel. Eon erhalte dafür Zugang zu Innovationen und sei an dem geschaffenen Wertzuwachs beteiligt.

Eon und Sungevity haben aber bereits auf anderen europäischen Märkten wie in den Niederlanden zusammengearbeitet. Nun folge der deutsche Photovoltaik-Markt. „Deutschland ist einer der weltweit führenden Solarmärkte. Die Zusammenarbeit mit dem deutschen Eon-Vertrieb ist daher ein weiterer wichtiger Schritt für uns, um leistungsfähige Kundenlösungen rund um das Thema Solar zu entwickeln“, sagte Sungevity-Vorstandschef Andrew Birch.

Künftig sollen mit der Software-Lösung des kalifornischen Unternehmens die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland noch besser geplant und deren Erzeugungsleistung ohne vor-Ort-Besichtigung berechnet werden. Die Pilotregionen für den gemeinsamen Vertriebsstart sollen zunächst der Großraum München und Berlin sein, teilte Eon am Dienstag mit. „Der neue Service berechnet dem Kunden aus dem Energieverbrauch im Haushalt, den prognostizierten Sonnenstunden sowie der Auswertung von Luftbildern, Fotos des Gebäudes, Informationen zur Dachneigung, Sonnenausrichtung und der verfügbaren Dachfläche, welche Erträge zu erwarten sind und wie viel des erzeugten Stroms die Kunden selbst verbrauchen können“, erklärt Eon-Geschäftsführer Robert Hienz. Zeitintensive Besuche vor Ort für die Dachvermessung entfielen. Insgesamt könnten mit Nutzung der Software von Sungevity die Abwicklung erleichtert und Kosten gesenkt werden.

Alle Kunden sollten eine Garantie erhalten, die ihnen die bei Vertragsabschluss prognostizierte Erzeugung der berechneten Strommenge in Kilowattstunden 10 Jahre lang zusichert. Sollte die Photovoltaik-Anlage weniger Solarstrom erzeugen, greife die Garantieversicherung und die Differenz werde ausgeglichen, heißt es bei Eon. Damit verringere sich das finanzielle Risiko für die Kunden. Das enthaltende Steuerungssystem regele zudem die Strommenge für Eigenverbrauch und Einspeisung dynamisch, was die Gesamtleistung der Photovoltaik-Anlage steigere und die Amortisationszeit verkürze.

Ende April hatte der deutsche Speicherhersteller Sonnenbatterie seine Zusammenarbeit mit Sungevity verkündet. Er will seine Batteriespeichersysteme künftig in den USA und den Niederlanden über das kalifornische Start-up vertreiben. (Sandra Enkhardt)