66 Megawatt Photovoltaik-Leistung im März zugebaut

Nach den bisher bei der Bundesnetzagentur eingegangenen Anmeldungen sind im März 66,115 Megawatt Photovoltaik-Leistung neu installiert worden. Das folgt aus den Zahlen, die die Bundesnetzagentur veröffentlicht hat. Es ist möglich, dass die Zahl der tatsächlichen Installationen höher liegt und noch nicht alle Photovoltaik-Anlagen gemeldet wurden.

Wer gehofft hatte, dass dieser Effekt – also dass Anlagen nachgemeldet werden – dazu führt, dass die Zubauzahl für Februar noch signifikant nach oben korrigiert wird, dürfte allerdings enttäuscht sein. Für Februar wurden nur Anlagen mit einer Leistung von sieben Megawatt nachgemeldet, so dass nach derzeitigem Wissenstand im Februar 63 Megawatt zugebaut wurden.

Für Januar trudelten jedoch selbst mit zwei Monate Verspätung noch Nachmeldungen ein. Nachdembei der ersten Januarmeldung nur 90 Megawatt in der Statistik erschienen sind, hat sich die Zahl der zugebauten Anlagen für Januar inzwischen auf 123 Megawatt erhöht. Es scheint also keine Regelmäßigkeit zu geben, wie hoch der Anteil der Nachmeldungen in einem Monat ist.

Es ist also durchaus möglich, dass auch die Märzzahlen noch steigen.

Komplizierte Daten von der Netzagentur

Die Bundesnetzagentur selbst stellt auf ihrer Homepage nicht die Zahl der neu installierten, sondern die Zahl der neu registrierten Anlagenleistung in den Vordergrund. Neu registriert wurden im März Anlagen mit einer Leistung von 97,178 Megawatt. Ein Drittel davon ist in der Vergangenheit ans Netz gegangen und nicht im März.

Derzeit werden viele Anlagen aus der Vergangenheit nachgemeldet, da Netzbetreiber die Anlagenbetreiber auf die Meldepflicht hinweisen müssen.Das kann dazu führen, dass die Vergütungsabsenkungen falsch berechnet werden und die Degression höher ist, als es dem Sinn des EEG entspricht. Daher gibt es auch keine genau vergleichbaren Zahlen aus 2014. Im März 2014 wurden 155 Megawatt Anlagenleistung neu registriert. Wie viel davon auch wirklich in dem Monat gebaut wurden, hat die Netzagentur nicht veröffentlicht.

Was die unterschiedlichen Segmente der neu registirerten Anlagen angeht, so gibt es eine leichte Verschiebung von den Großanlagen über 500 Kilowattpeak zu den Segmenten darunter. Im Gewerbesegment 10 Kilowattpeak bis 500 Kilowattpeak wurden 39 Megawatt Anlagen registriert und 21 Megawatt als neu gebaut gemeldet.

In den jeweiligen Monaten registrierte Photovoltaikanlagen aufgesplittet nach der Größe der Anlagen. Die Zahl der in diesen Monaten neu gebauten Anlagen weicht davon allerdings ab. Grafik: pv magazine/Solarpraxis AG

Insbesondere das Gewerbesegment steht unter Beobachtung, da es von der EEG-Novelle 2014 besonders betroffen ist und auf den Eigenverbrauch aus diesen Anlagen teilweise die EEG-Umlage abgeführt werden muss.

Anlagenbau lohnt sich jedoch immer noch

Trotzdem düften die weiterhin niedrige Zahl an gemeldeten Anlagen, die neu installiert wurden, so manche Experten erstaunen. Schließlich lohnt es sich selbst dann noch oft Gewerbeanlagen zu bauen, wenn sie nur über die Einspeisung und nicht über den Eigenverbrauch finanziert werden. Kleinanlagen bis zehn Kilowattpeakkönnen wiederum durchaus über Eigenverbrauch finanziert werden.

Es war nachvollziehbar, dass es nicht sinnvoll war, im November und Dezember Anlagen anzuschließen. Auch im Januar war es nicht wichtig, geplante Anlagen fertig zu stellen, da die Einstrahlung relativ gering ist. Im März ist die Sonneneinstrahlung jedoch bereits deutlich höher ist als in den Wintermonaten, so dass es sich gelohnt hätte, Anlagen zu bauen sttt den Bau nach hinten zu schieben. Daher überrascht der niedrige März-Zubau.

Nun heißt es also: Warten auf die Aprilzahlen und einen sonnigen Mai. (Michael Fuhs)

Es gibt auch Installationsbetriebe, die berichten, dass das Geschäft durchaus läuft, teilweise sogar sehr gut. Wir werden das in der Juniausgabe näher beleuchten.

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