BMWi veröffentlicht mit Leitstudie Strommarkt 2015 neues Plädoyer für Strommarkt 2.0

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Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat am Montag seine „Leitstudie Strommarkt 2015“ veröffentlicht. Das Ergebnis der Gutachter spricht klar für einen Strommarkt 2.0. Die heutigen Marktstruktur hätten sich im bisherigen Transformationsprozess bewährt und könnten mit konkreten Anpassungen weiter für den fortlaufenden Prozess gestärkt werden. "Die Studie unterstützt die Auffassung des Bundeswirtschaftsministeriums, dass ein weiterentwickelter Strommarkt 2.0 Versorgungssicherheit kosteneffizient gewährleisten kann und wir keine Kapazitätsmechanismen brauchen“, erklärte BMWi-Staatssekretär Rainer Baake zu den Ergebnissen der Studie. Das Gutachten mache auch deutlich, dass der Transformationsprozess national und im europäischen Strombinnenmarkt schon lange in vollem Gange sei und gut funktioniere. „Unsere Stromversorgung ist sicher und das auf einem sehr hohen Niveau und sie wird auch in Zukunft sicher bleiben. Die vorgeschlagenen Anpassungen im Markt- und Regulierungsdesign setzen genau an den richtigen Punkten an und werden die Effizienz und Sicherheit unseres Stromsystems im Transformationsprozess und darüber hinaus weiter verbessern", so Baake weiter.

Im Oktober 2014 hatte das Bundeswirtschaftsministerium einen Entwurf für das Grünbuch „Ein Strommarkt für die Energiewende“ vorgelegt. Bis Ende Mai soll nun das Weißbuch folgen. Bereits für das Grünbuch gab es entsprechende Vorarbeiten, bei denen sich die Gutachter klar für einen Strommarkt 2.0 und gegen einen Kapazitätsmarkt in Deutschland ausgesprochen hatten. Für die „Leitstudie Strommarkt 2015“ bauten die Wissenschaftler nun auf den vorherigen Arbeiten auf und führten neue Analysen durch. In einem ersten Schritt werden im Gutachten prioritäre Anpassungsoptionen herausgearbeitet. In einem zweiten Schritt wird festgestellt, dass der weiterentwickelte Strommarkt Kapazitätsmärkten bei der wettbewerblichen Erschließung von effizienten Flexibilitätsoptionen deutlich überlegen ist und damit auch erneuerbare Energien besser integrieren kann, wie es von Seiten des Ministeriums weiter hieß. Das Ergebnis: Auf der Basis des sogenannten Best-Estimate-Scenarios des Europäischen Verbandes der Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E) sei die Stromversorgung in Deutschland und auch in seinen Nachbarstaaten bis 2025 mit einer Lastausgleichwahrscheinlichkeit von nahezu 100 Prozent sehr sicher.

Die Studie sei von Connect Energy Economics mit Beiträgen von Consentec, r2b energy consulting und Fraunhofer erstellt worden. Sie sei Teil der im September 2013 beauftragten "Leitstudie Strommarkt". In diesem Rahmen sind dem BMWi zufolge bereits im Sommer 2014 die Studie "Optimierung des Strommarktdesigns" von Connect Energy Economics und das Gutachten "Funktionsfähigkeit EOM & Impact-Analyse Kapazitätsmechanismen" von r2b energy consulting sowie im März dieses Jahres das Gutachten "Versorgungssicherheit in Deutschland und seinen Nachbarländern: länderübergreifendes Monitoring und Bewertung" von Consentec und r2b energy consulting veröffentlicht worden. (Sandra Enkhardt)

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