Baake: Gebote für Photovoltaik-Freiflächenanlagen zwischen 9 und 10 Cent

Bislang hatten Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur nur veröffentlicht, dass es 170 Gebote für die 150 Megawatt an ausgeschriebener Photovoltaik-Leistung in der ersten Runde gegeben habe und damit mehrfach überzeichnet sei. Derzeit würden die Gebote geprüft, sagte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Rainer Baake, nun nochmal auf der Veranstaltung „Die Energiewende im Spiegel der Industrie“ in Berlin. Bei diesem VDMA-Fachgespräch Energie machte er dabei auch erstmals Zahlen öffentlich: Die Gebote für die Photovoltaik-Freiflächenanlagen sollen zwischen neun und zehn Cent je Kilowattstunde liegen. Eine Sprecherin des Verbands der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) bestätigt dies pv magazine. Baake habe erneut betont, dass die Pilotausschreibungen bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen als Erfolg verbucht werden könnten. Die erneuerbaren Energien hätten längst einen Anteil von 25 Prozent überschritten und damit ein Einspeisetarif nicht mehr zeitgemäß. Es wäre „abenteuerlich, wenn die Preise noch länger vom Bundestag gestaltet würden“, so Baake auf der VDMA-Veranstaltung. Die Ergebnisse der ersten Photovoltaik-Ausschreibungsrunde sollen in Kürze veröffentlicht werden. Die derzeit geltende Vergütung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen liegt nach dem verpflichtenden Marktprämienmodell bei 9,02 Cent je Kilowattstunde.

Der VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann rief bei der Veranstaltung zu Klarheit und Kontinuität in den energiepolitischen Rahmenbedingungen auf und forderte einen sorgfältig geregelten Übergang in das Ausschreibungsverfahren für erneuerbare Energien. Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, dass bis 2017 diese Umstellung erfolgen sind. Die Ausschreibungen bei Photovoltaik-Freiflächenanlagen gelten als Pilotverfahren, um Erkenntnisse zu sammeln. Die erste Runde lief bis zum 15. April. (Sandra Enkhardt)