Sächsisches Konsortium übernimmt Sic Processing Deutschland

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Die Elbflorenz Invest GmbH und die Liquidium Technologie GmbH haben die Sic Processing (Deutschland) GmbH aus der insolventen Sic Processing Gruppe übernommen. Mit dem Verkauf der nicht insolventen Tochter konnten die 80 Arbeitsplätze in Bautzen gesichert werden, teilte der Insolvenzverwalter der Holding Sic Processing GmbH, Christopher Seagon, nun mit. Das Konsortium werde auch den Geschäftsbetrieb der Forschungs- und Entwicklungsabteilung übernehmen. Beide Seiten hätten zu den Einzelheiten des Vertrags Stillschweigen vereinbart, so Seagon weiter.

Elbflorenz und Liquidium hätten sich im Investorenprozess gegen verschiedene Mitbewerber durchgesetzt. Sie hätten „ein überzeugendes Gesamtkonzept für die Sic Processing in Bautzen“ vorgelegt, sagte Seagon weiter. Er ist ebenso zuversichtlich wie Thomas Schicht, Geschäftsführer der Sic Processing (Deutschland) GmbH, für die Zukunft. „Mit Unterstützung der neuen Gesellschafter wollen wir unsere bestehenden Kunden weiterhin stabil versorgen und technologisch unterstützen“, erklärte Schicht. „Parallel dazu wollen wir die Aktivitäten auf unseren neuen Geschäftsfeldern, ausgerichtet auf Wertstoffrückgewinnung und innovative Verwertung von Reststoffen, verstärken, um den Einfluss der Marktschwankungen der Solarbranche auf unser Geschäft zu verringern.“

Im Insolvenzverfahren der Sic Processing sind verschiedene Klagen anhängig. Anleihegläubiger hatten unter anderem Prospekthaftungsklagen gegen den ehemaligen Geschäftsführer eingereicht. Seagon hatte zudem eine Klage gegen den chinesischen Hersteller Yingli mehrfach angekündigt. Dieser sollte auf die Zahlung von Schadenersatz verklagt werden. Nach Seagon soll Yingli offene Forderungen von etwa 23 Millionen Euro bei Sic Processing haben. Yingli wies die Vorwürfe zurück. (Sandra Enkhardt)

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