Canadian Solar schließt Übernahme von Sharp-Tochter ab

Canadian Solar hat die Übernahme von Recurrent Energy nun abgeschlossen. Der kanadisch-chinesische Photovoltaik-Hersteller hatte die US-Tochter von Sharp für rund 265 Millionen US-Dollar Anfang Februar gekauft. Nun sei die Übernahme nach Erhalt aller Genehmigungen abgeschlossen. Nach eigenen Angaben kann Canadian Solar damit seine bestehende Projektpipeline von 4,0 auf 8,5 Gigawatt ausweiten. Davon seien Photovoltaik-Projekte, die sich bereits in einer späten Entwicklungsphase befänden, in einer Größenordnung von 2,4 Gigawatt. Mit dem Abschluss der Übernahme hat nun David Brochu den Posten des Vorstandschefs übernommen. Die übrigen ehemaligen Vorstandsmitglieder Arno Harris und Michael Metzner seien wie geplant zurückgetreten. Brochu ist seit Juni 2014 COO von Recurrent Energy gewesen.

Seit einigen Wochen und Monaten gibt es immer wieder Spekulationen, dass Sharp ganz aus dem Photovoltaik-Geschäft aussteigen könnte. Der japanische Elektronikkonzern weist diese Medienberichte immer wieder zurück. Nach einer aktuellen Reuters-Meldung plant Sharp an der Photovoltaik-Produktion in Sakai festzuhalten. „Es ist nicht wahr, dass wir aussteigen oder unser Solargeschäft verkaufen wollen“, wird Kazushi Mukai, Chef von Sharps Energiesparte, zitiert. Zuvor war wiederholt berichtet worden, dass die Gläubigerbanken Sharp zum Verkauf des Photovoltaik-Geschäfts zwingen könnten. Sharp erwartet für das heute endende Geschäftsjahr einen Verlust von rund 42 Millionen US-Dollar. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur, dass im Mai verschiedene Restrukturierungspläne vorgestellt werden sollen, die zum langfristigen Erhalt des Geschäfts gedacht sind. (Sandra Enkhardt)