Sharp dementiert Gerüchte zum Verkauf des Photovoltaik-Geschäfts

In den vergangenen Tagen tauchten immer wieder Berichte auf, wonach Sharp einen Käufer für sein Photovoltaik-Geschäft oder doch zumindest Teile davon suche.Auch pv magazine erhielt solche Informationen. Sharp selbst äußerte sich nun auch in Europa nochmals zu diesen Medienberichten. Der Elektronikkonzern verweist darauf, dass es sich um Spekulationen handele, die nicht auf einer Meldung von Sharp basierten. Das Unternehmen „führt gerade strukturelle Reformen durch“, heißt es in dem Schreiben an die Kunden von Sharp in Europa, dass pv magazine vorliegt. „Es gibt aber keine Pläne sich grundsätzlich aus dem Solargeschäft zurückzuziehen.“ Im Gegenteil: Sharp habe mit der Ausweitung seines Produktportfolios seine Präsenz in Europa noch ausgebaut. So biete die Sharp Energy Solutions Europe nun auch zwei neue Hochleistungsmodule sowie Energie- und Batterielösungen in Europa an. Im Bereich der Energie- und Batterielösungen für Hausbesitzer arbeite Sharp mit Samsung SDI zusammen sowie der Deutschen Energieversorgung und BMZ zusammen, heißt es in dem Schreiben weiter.

In den Berichten der vergangenen Woche, hieß es, dass Sharp stark abhängig sei von OEM-Fertigungen überall in Asien, um Solarmodule vor allem für den japanischen Photovoltaik-Markt zu produzieren. Aufgrund des schwachen Yens seien die Verträge mit den Auftragsfertigern aber nicht mehr profitabel. Um die Verschuldung des Konzerns einzudämmern, würde daher ein Käufer für zumindest Teile des Photovoltaik-Geschäfts gesucht. Andere Medien berichteten auch, dass Sharp von seinen Kreditgebern zu einem Schuldenschnitt gezwungen werden könnte. (Sandra Enkhardt)