Deutsche Bank sieht geplantes Yieldco von First Solar und Sunpower positiv

First Solar Inc. und Sunpower Corp. haben in dieser Woche ihre Pläne vorgestellt für ein gemeinsames Yieldco-Unternehmen. Die beiden Photovoltaik-Hersteller aus den USA befänden sich bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen über die Gründung eines Joint Ventures. Bei Yieldco-Unternehmen geht es rein um den Betrieb von bestehenden Anlagen. Beide Unternehmen wollte Teile ihrer bestehenden Photovoltaik-Kraftwerke in das Joint Venture einbringen. Genauere Angaben machte First Solar in der Mitteilung aber zunächst nicht.

Die Analysten der Deutschen Bank zeigten sich von der Ankündigung überrascht, hoben aber dennoch den Daumen. „Ein gemeinsames Yieldco ist wahrscheinlich die beste Strategie für beide Unternehmen“, schreiben die Analysten der Deutschen Bank. Es biete gute Voraussetzungen für eine starke weitere Entwicklung im Bereich von gewerblichen Anlagen und Photovoltaik-Kraftwerken. Sunpower habe öffentlich davon gesprochen, rund 640 Megawatt in das Joint Venture einbringen zu wollen. Davon seien Photovoltaik-Kraftwerke mit 245 Megawatt bereits in Betrieb, 183 Megawatt befänden sich im Bau und für 212 Megawatt gebe es Verträge, schreiben die Analysten der Deutschen Bank. Von diesen 640 Megawatt seien mit Einnahmen von 90 bis 100 Millionen US-Dollar zu rechnen. Außerdem plane Sunpower seine Projektportfolio bis 2019 auf mehr als vier Gigawatt Leistung auszubauen. Bei First Solar sehen die Analysten ein Potenzial von 755 Megawatt an für 2015 geplante und noch unverkaufte Photovoltaik-Projekte, die potenziell in ein Joint-Venture Yieldco eingebracht werden könnten. 744 Megawatt Photovoltaik-Kraftwerke sollen zudem im kommenden Jahr realisiert werden, so dass insgesamt dann 1,5 Gigawatt an Anlagen verfügbar wären.

Aus Sicht der Analysten verfügen die beiden Photovoltaik-Hersteller insgesamt über eine gute Projekt-Basis und sind auch finanziell gut aufgestellt, um die gemeinsame Yieldco gut umzusetzen. (Sandra Enkhardt)