Milk the Sun verzeichnet steigenden Handel mit Photovoltaik-Bestandsanlagen

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Milk the Sun hat im vergangenen Jahr ein gestiegenes Interesse am Handel mit laufenden Photovoltaik-Anlagen verzeichnet. Auf dem Online-Marktplatz seien dabei europaweit Photovoltaik-Anlagen mit Leistungen zwischen 7 Kilowatt und 48 Megawatt gehandelt worden. Einen überproportionalen Anstieg von Käufen und Verkäufen habe es im Leistungssegment zwischen 31 und 250 Kilowatt gegeben, teilte Milk the Sun nun mit. Projekte in dieser Größenordnung hätten rund 50 Prozent der Verkäufe ausgemacht und seien größtenteils von Privatkunden erworben worden. Im Jahr 2013 habe der Anteil noch bei rund 30 Prozent gelegen. Milk the Sun schließt daraus, dass sich die Investitionsbereitschaft von Privatpersonen in Photovoltaik-Anlagen erneut erhöht habe und sich weiter den Großinvestoren annähere.

Der Handel mit großen Photovoltaik-Kraftwerken ab 500 Kilowatt Leistung habe weiterhin eine solide Basis und im vergangenen Jahr einen Anteil von 25 Prozent bei Milk the Sun gehabt. In Italien seien in der zweiten Jahreshälfte in diesem Segment auch wieder erste Verkäufe zu verzeichnen gewesen, während es im ersten Halbjahr aufgrund der rechtlichen Unsicherheiten bei der Solarförderung fast vollständig zum Erliegen gekommen sei. In Deutschland habe vor allem der Handel mit Projektrechten und Turnkey-Anlagen weiter abgenommen. Grund sei die weiter sinkende Einspeisevergütung sowie die zunächst noch unsichere Ausgestaltung der zukünftigen Solarförderung für Freiflächenanlagen. Der Handel mit laufenden Photovoltaik-Anlagen mache daher rund 60 Prozent des Geschäfts aus, hieß es bei Milk the Sun.

Auch der Bereich Utility Scale Network, ein geschlossener Marktplatz für internationale Photovoltaik-Projekte im Multimegawattbereich, sei deutlich gewachsen. Das Geschäft habe sich im Wesentlichen auf die Vermarktung von Projektrechten in Großbritannien und Japan konzentriert. Zudem habe Milk the Sun auch ein gesteigertes Interesse an der Vermittlung von Dienstleistungen registriert. Insbesondere die Begleitung von Transaktionen sowie Dienstleistungen rund um den Betrieb von Photovoltaik-Anlagen seien europaweit gefragt.

Für den Jahresbeginn erwartet Milk the Sun, dass sich der Handel mit Projektrechten und Turnkey-Anlagen mit bis zu einem Megawatt Leistung in Deutschland kurzfristig beleben wird. „Der Markt mit Anlagen über 1 Megawatt wird vor dem Hintergrund des geplanten neuen Ausschreibungsverfahrens mit sehr begrenzten Ausbaukapazitäten Voraussichtlich nahezu zum Erliegen kommen“, sagt Dirk Petschick, Mitgründer und CFO von Milk the Sun. Ein dynamisches Wachstum sei hingegen im Segment bis zu 500 Kilowatt zu erwarten, wobei vor allem Privatinvestoren das Geschäft treiben dürften. In Italien rechnet Milk the Sun mit einem „sprunghaften Anstieg“ von Käufen ausschließlich bei Photovoltaik-Bestandsanlagen, da nun wieder rechtliche Sicherheit gegeben sei und eine „vernünftige Preisfindung“ ermögliche. Auf ein besseres Geschäft hofft die Plattform in Spanien und Frankreich.(Sandra Enkhardt)

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