BSW-Solar fordert Nachbesserungen beim Ausschreibungsverfahren für Solarparks

Insgesamt sollen in den kommenden drei Jahren Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,2 Gigawatt über Ausschreibungen realisiert werden, im Schnitt also 400 Megawatt pro Jahr. Das ist viel zu wenig, meint der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Außerdem dürften zu viele Standorte, die gut für Solarparks geeignet wären, nicht genutzt werden. Der Entwurf sieht zum Beispiel nur sehr begrenzte  Möglichkeiten für den Zubau von Photovoltaik-Anlagen auf Ackerflächen vor und enthält Sonderregelungen, die einer „räumlichen Ballung“ von Freiflächenanlagen entgegenwirken soll.

„Obwohl Strom aus neuen Solarparks inzwischen preiswert geworden ist, soll deren weiterer Ausbau in Deutschland gedrosselt und gedeckelt werden. Das Auktionsvolumen ist viel zu klein“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar. Trotz ihrer hohen Akzeptanz bei Anwohnern dürften Solarparks nur auf sehr wenigen Flächen errichtet werden. Die besten Sonnenstandorte blieben selbst dann oft tabu, wenn keine unmittelbare Konkurrenz mit anderen Nutzungsinteressen vorliegt. „Dies verteuert Solarstrom unnötig.“

Die Bundesregierung will Ausschreibungen außerdem auf Solarparks mit einer maximalen Leistung von 10 Megawatt beschränken. Der BSW-Solar fordert, diesen Deckel für bestimmte Flächen auf Leistungen von 25 Megawatt anzuheben. Dazu gehören zum Beispiel Konversions- und Versiegelungsflächen sowie Flächen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die ab 2016 als Standort für Solarparks zugelassen werden sollen. Auf solchen Flächen ist der Bau von Solaranlagen nach Ansicht des Solarverbandes mit höheren Kosten verbunden, die durch eine höhere Leistung der Solarparks kompensiert werden könnte. (Mirco Sieg)