S&C Electric Europe, Samsung SDI und Younicos realisieren Großspeicher in UK

S&C Electric Europe, Samsung SDI und Younicos haben das voll automatisierte 6 MW/10 MWh-Speichersystem gemeinsam an einem Umspannwerk von UK Power Networks errichtet. Die britische Energieministerin, Amber Rudd, habe Europas größtes Batteriespeicherprojekt in Leighton Buzzard am heutigen Montag offiziell eröffnet, teilte Younicos mit. Das Investitionsvolumen liege bei etwa 18,7 Millionen Pfund – umgerechnet etwa 23,5 Millionen Euro. Das sogenannte „Smarter Network Storage“ (SNS)-Projekt soll untersuchen, inwieweit Batterien zur Senkung der CO2-Emmissionen im Rahmen des „UK Carbon Plan“ der britischen Regierung beitragen können, wie es weiter hieß. Zudem würden durch den Batteriespeicher mehr als 6 Millionen Pfund an ansonsten notwendigen Netzverstärkungsmaßnahmen eingespart.

Hauptlieferant des Projektes sei S&C Electric Europe. Younicos Komponenten sorgten für die zuverlässige Integration aller Komponenten in das System und ins britische Stromnetz. „Dieses wegweisende Projekt zeigt deutlich die zahlreichen Umsatz- und Kosteneinsparmöglichkeiten, die Speicher heute bieten", sagte Clemens Triebel, Technologievorstand von Younicos. Über das Verschieben von Lastspitzen hinaus, stabilisiert der Batteriepark insbesondere durch die Bereitstellung von Regelleistung das Netz effizienter als konventionelle thermische Kraftwerke, wie es weiter hieß. „Energiespeicherung kann wesentlich zur Netzstabilität beitragen, da sie das Problem der kurzfristigen Fluktuation der Erneuerbaren löst, indem sie überschüssige Energie aufnimmt und bei Bedarf wieder in das Stromnetz einspeist. Das sichert gleichzeitig das kontinuierliche Gleichgewicht zwischen Last und Erzeugung und schützt zudem das Netz vor Stromausfällen und anderen Stressereignissen“, erklärte Andrew Jones, Managing Director von S&C Electric Europe.

Das Projekt sei noch auf zwei Jahre angelegt. Im Dezember 2012 hatte das Projekt vom britischen Regulator Ofgem 13,2 Millionen Pfund Unterstützung aus dem Low Carbon Networks (LCN) Fund erhalten. Die gesamte Laufzeit beträgt Younicos zufolge vier Jahre von Januar 2013 bis Dezember 2016. Es sollen nun verschiedenste Systemdienstleistungen getestet werden, die Speicher für das Netz und das allgemeine Elektrizitätssystem zur Verfügung stellen können. Außerdem soll die Wirtschaftlichkeit von Stromspeicherung untersucht und zu verbessert werden. „Dieses Projekt wird sich nicht nur lokal positiv auswirken, sondern ist auch von nationaler und internationaler Bedeutung. Was wir aus diesem spannendem und wichtigen Projekt lernen, wird eine wichtige Entscheidungsgrundlage für ähnliche Projekte sein“, sagte Ben Wilson, Director of Strategy and Regulation und CFO von UK Power Networks. (Sandra Enkhardt)