Sputnik Engineering meldet Insolvenz an

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Die Sputnik Engineering AG hat angekündigt, am Freitag in der Schweiz einen Insolvenzantrag stellen zu werden. Die Geschäftsführung habe alle möglichen Alternativen geprüft, aber keine Lösung gefunden, teilte der Wechselrichter-Hersteller mit. Die Mitarbeiter der Schweizer Muttergesellschaft seien am Morgen informiert worden. „Alle Dienstleistungen, inklusive Hotline, Auslieferungen, Monitoring, technischer Support , Austausch usw. sind ab sofort auf unbestimmte Zeit unterbrochen“, hieß es von Sputnik Engineering. Die Mitarbeiter hätten ihre Arbeit bis auf Weiteres eingestellt.

Solamax, dessen Muttergesellschaft Sputnik Engineering ist, sei das jüngste Opfer der rückläufigen Nachfrage in Europa, schreiben die Analysten von IHS. Der Hersteller sei noch 2008 der fünfgrößte der Welt gewesen, habe aber in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Marktanteilen verloren. Hinzu komme, dass der europäische Photovoltaik-Markt immer weiter zurückgehe – gerade wenn man die Umsätze der Hersteller anschaut. Im Wechselrichter-Segment sei er von 5,5 auf 1,9 Milliarden US-Dollar zwischen 2010 und 2013 gesunken. Auch für dieses Jahr prognostiziert IHS nochmals eine Reduktion um 25 Prozent. Auf den rückläufigen europäischen Markt habe Solarmax mit der Internationalisierung seines Geschäfts reagiert. So verkaufte der Hersteller seine Wechselrichter auch in den USA, traf dort aber auch starke Konkurrenz aus dem In- und Ausland, so die Analyse von IHS. Es sei zu erwarten, dass der Preisdruck in Europa weitergehe. IHS rechnet damit, dass in den kommenden fünf Jahren die Preise um jährlich fünf bis zehn Prozent zurückgehen werden, was den Wettbewerbsdruck für die europäischen Hersteller noch weiter erhöhen werde. (Sandra Enkhardt)

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