IHS: Großer Photovoltaik-Zuwachs in Mittelamerika zu erwarten

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Der Photovoltaik-Zubau in Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama wird in den kommenden Jahren deutlich an Fahrt gewinnen. Für dieses Jahr erwarten die Analysten von IHS eine neu installierte Leistung von insgesamt 22 Megawatt, nach sechs Megawatt Zubau im vergangenen Jahr. Im kommenden Jahr sollen es dann bereits 243 Megawatt sein. Insgesamt sei mit einer installierten Photovoltaik-Leistung von insgesamt 1,5 Gigawatt bis 2018 in den sechs Ländern Zentralamerikas zu rechnen, schreiben die IHS-Analysten. In der Region gebe es bereits jetzt eine Pipeline von 1,3 Gigawatt für Photovoltaik-Kraftwerke, von denen bereits die Hälfte Stromabnahmeverträge mit Energieversorgern hätten. Dabei helfe auch die verstärkte politische Unterstützung für die Photovoltaik. Die IHS-Analysten gehen auch deshalb davon aus, dass die Pipeline noch wachsen wird, zumal in den Ländern mehrere Ausschreibungen anstehen.

„Mehr als 70 Prozent der erzeugten Energie in Mittelamerika stammt aus erneuerbaren Quellen, hauptsächlich aus Wasserkraft“, sagt Josefin Berg, Senior Analyst bei IHS. In den vergangenen Jahren seien wegen des steigenden Energiebedarf aber auch neue fossile Kraftwerke gebaut worden. Um der steigenden Abhängigkeit von Öl, Kohle und Gas sowie schwankenden Strompreisen entgegenzuwirken, werde von den Regierungen nun ein kontrollierter Zubau der Erneuerbaren unterstützt, so Berg weiter. Ein Meilenstein für die Entwicklung der Photovoltaik-Märkte in der Region sei die Ausschreibung in El Salvador in diesem Jahr gewesen. Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 94 Megawatt hätten dabei einen Zuschlag erhalten, ursprünglich sollten es nur 60 Megawatt werden. Auch in Honduras und Guatemala treibe die Regierung derzeit den Markt für Photovoltaik-Kraftwerke voran. In Zentralamerika gehe es aber nicht nur um den Bau neuer Photovoltaik-Kraftwerke. Auch kleinere Photovoltaik-Installationen seien gefragt, gerade in Regionen mit häufigen Stromausfällen, bei denen die Notstromversorgung über teure Dieselgeneratoren erfolgen, so IHS. Daher wachse auch die Nachfrage nach Photovoltaik, etwa bei Hotelbesitzern und lokalen Handelsunternehmen. (Sandra Enkhardt)

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