IRENA: Kosten der Photovoltaik drastisch gesunken

Die Kosten für die Photovoltaik sind zwischen 2009 und 2013 um zwei Drittel gefallen. Die Internationale Erneuerbare Energien Agentur (IRENA) hat dies in ihrem jüngsten Bericht „REthinking Energy – Towards a new power system“ veröffentlicht. Diese rasante Entwicklung sei vergleichbar mit der IT-Branche. Seit 2008 seien die Preise für Solarstrom sogar um 80 Prozent bis Ende 2013 gesunken. Die Entwicklung werde weiter gehen, heißt es in dem Bericht. Im vergangenen Jahr habe Solarstrom aus Photovoltaik-Kraftwerken in Italien, Deutschland und Spanien Netzparität erreicht. In Mexiko und Frankreich sei dies in Kürze ebenfalls zu erwarten.

Der Zubau neuer Erneuerbarer-Energien-Anlagen ist der IRENA zufolge sehr robust. In den vergangenen zehn Jahren sei die Kapazität dieser Anlagen weltweit um 85 Prozent gestiegen und haben 1700 Gigawatt im Jahr 2013 erreicht. Mittlerweile stellten die Erneuerbaren-Energien-Anlagen rund 30 Prozent aller installierten Erzeugungskapazitäten, heißt es in dem Bericht weiter. Dort ist auch nachzulesen, welchen wirtschaftlichen Stellenwert die Photovoltaik mittlerweile erreicht hat. Die chinesische Solarindustrie habe im vergangenen Jahr mit der Photovoltaik Einnahmen von 52 Milliarden US-Dollar erzielt.

Die IRENA hat ihre eigene Roadmap entwickelt. Nach ihrer „REmap 2030“ kann der steigende Energiebedarf in den kommenden Jahren nur durch den weiteren Ausbau der Erneuerbaren gedeckt werden. Zudem könnte damit das Klimaziel erreicht werden, die globale Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten. Angesichts der weiter wachsenden Erdbevölkerung rechnet IRENA damit, dass der Energiebedarf um 70 Prozent auf 37.000 Terawattstunden im Jahr 2030 steigen wird, verglichen mit dem Verbrauch 2011. Noch sei aber nicht absehbar, wie lange die Umstellung der Energieversorgung dauern werde und wie die Politik mit diesem Wandel umgehen werde. Dennoch sei die weltweite Energiewende auf dem Weg. Die Erneuerbaren sind längst aus ihrer Nische heraus und gelten nun als „Mainstream“, wie es in dem Bericht weiter heißt. (Sandra Enkhardt)