Sharp sucht Investor für seine Photovoltaik-Tochter in USA

Sharp soll auf der Suche nach einem Investor für seine US-Tochter Recurrent Energy sein. Der japanische Elektronikkonzern habe die Bank von Nova Scotia beauftragt, einen Käufer für den in San Francisco ansässigen Projektierer von Photovoltaik-Kraftwerken zu finden, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf die ihr vorliegenden Dokumente. „Sharp betrachtet derzeit verschiedene Optionen für Recurrent, unter anderem den Verkauf des Unternehmens. Bislang ist aber nichts final entschieden, sagte eine Sharp-Sprecherin der Nachrichtenagentur. Bei dem US-Projektierer wollte man sich nicht äußern.

2010 hatte Sharp für 305 Millionen US-Dollar Recurrent gekauft. Im vergangenen Jahr konnte sich das Unternehmen eine Finanzierung von mehr als 2,3 Milliarden US-Dollar sichern und kaufte damit ein 303-Megawatt-Solarpark, wie es weiter hieß. Mit dem Verkauf könnte sich Sharp nun frisches Kapital sichern. Der Gewinn von Sharps Energiesparte war im ersten Quartal um 97 Prozent gesunken. Ein Grund dafür sei auch der sinkende Absatz von Photovoltaik-Dachanlagen gewesen.

Mit einem Verkauf von Recurrent würde sich Sharp noch weiter aus dem Solargeschäft zurückziehen. Erst vor einigen Wochen beendet der Konzern sein Photovoltaik-Engagement in Italien, wo er unter anderem mit dem Energiekonzern Enel die Joint Venture 3Sun und ESSE betrieb. (Sandra Enkhardt)