Solarworld fordert Präzedenzfall für Hackerangriffe in den USA

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Die Solarworld Industries America Inc. hat das US-Handelsministerium erneut aufgefordert, die mutmaßlichen Hackerangriffe des chinesischen Militärs zu prüfen. Es sei wichtig, dass das Ministerium einen Präzedenzfall schaffe und zeige, dass es Cyberspionage gegen US-Unternehmen nicht toleriere, die Handelsbeschwerden einreichten, sagte Timothy Brightbill, ein Rechtsanwalt von Solarworld, der „New York Times“. Der Photovoltaik-Hersteller sieht einen Zusammenhang zwischen der Spionage und den Ermittlungen des US-Handelsministerium wegen möglicher Dumping- und Subventionsverstöße chinesischer Hersteller. Daher sollten höhere Importzölle für die chinesischen Unternehmen verhängt werden, um die Militärhacker von weiterer Spionage bei US-Firmen abzuhalten, so die Forderung des Anwalts. Das US-Handelsministerium wollte dies zunächst nicht kommentieren.

Bereits im Juli hatte die US-Tochter des deutschen Photovoltaik-Herstellers das US-Handelsministerium zur Prüfung aufgefordert, inwiefern sich die mögliche Computerspionage des US-Militärs auf den Handel ausgewirkt habe. Ende Mai hatte das US-Justizministerium Anklage gegen fünf Mitglieder der Volksbefreiungsarmee China wegen angeblicher Spionage erhoben. Dabei soll es um Angriffe auf fünf US-Firmen und eine Gewerkschaft gehen, wobei vier davon sich wegen chinesischer Handelspraktiken beim US-Handelsministerium beschwert hatten. Die Militärs sollen der Anklageschrift zufolge zwischen Mai und September 2012 tausende Solarworld-Mails mit geheimen Finanz-, Produktions-, Forschungs- und Handelsrichtlinien abgefangen haben. (Sandra Enkhardt)

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