Kyocera baut schwimmende Solaranlagen mit 2,9 Megawatt

Die drei Unternehmen Kyocera, Century Tokyo Leasing und Ciel et Terre wollen in diesem Monat mit dem Bau von zwei schwimmenden Solarparks in Kato City in der japanischen Präfektur Hyogo beginnen. Die Anlage auf dem See Nishihira soll eine Leistung von 1,7 Megawatt erreichen, die zweite auf dem See Higashihira 1,2 Megawatt. Nach Angabe der Unternehmen soll die Anlage auf dem Nishihira See bei Fertigstellung die größte schwimmende Photovoltaikanlage der Welt werden.

Kyocera TCL Solar, ein Joint Venture von Kyocera und Century Tokyo Leasing, wird die Anlage entwickeln und betreiben. Beim Bau sollen rund 11.250 Solarmodule von Kyocera zum Einsatz kommen. Die schwimmende Plattform wurde von Ciel et Terre entwickelt. Laut Unternehmen sind die Plattformen bereits sehr mehr als drei Jahren in ähnlichen Projekten in Frankreich im Einsatz.

Warum auf Wasser?

Kyocera begründet den Bau der schwimmenden Solaranlagen unter anderem damit, dass es in Japan immer schwieriger werde, geeignete Grundstücke für große Solarkraftwerke zu erwerben. In Japan gebe es aber zahlreiche großflächige Wasserreservoirs für landwirtschaftliche Zwecke und Hochwasserschutzmaßnahme, die sich für den Betrieb von Photovoltaikkraftwerken eignen. Das Unternehmen plant bis April 2015 schwimmende Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 60 Megawatt auf japanischen Wasserflächen zu errichten.

Weitere Vorteile von schwimmenden Solaranlagen sieht Kyocera unter anderem im Kühleffekt des Wassers, der den Stromertrag pro installiertem Kilowatt im Vergleich zu Aufdach- oder Freiflächenanalgen erhöhe. Zudem bewirke die Verschattung der Wasserfläche ein geringeres Algenwachstum in den Reservoirs und auch die Wasserverdunstung werde abgeschwächt. (Mirco Sieg)