Frankensolar beendet Photovoltaik-Großhandelsgeschäft

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Die Frankensolar-Gruppe wird Ende Oktober sein Photovoltaik-Großhandelsgeschäft einstellen. Das Nürnberger Unternehmen passe damit seine Geschäftstätigkeiten an die aktuellen Marktgegebenheiten an, teilte Frankensolar mit. Die Umsatzzahlen des Photovoltaik-Großhandels seien seit Monaten rückläufig und eine Besserung sei nicht in Sicht. „Dies führte zu der Entscheidung eines geordneten Rückzuges aus dem PV-Großhandel in Deutschland“, erklärte Helmut Zeltner, Geschäftsführer der FR-Frankensolar GmbH. Betroffen davon seien etwa 50 Mitarbeiter in Deutschland.

Das Photovoltaik-Unternehmen kündigte an, im Gegenzug seinen Geschäftsbereich Projektmanagement weiter ausbauen zu wollen. Dabei gehe es um die Konzeptionierung und Errichtung dezentraler erneuerbarer Energienanlagen, nicht nur um Photovoltaik-Anlagen. Während die Neuinstallation von Photovoltaik-Kraftwerken in Deutschland nahezu zum Erliegen gekommen sei, würden zukünftig dezentrale Eigenverbrauchsanlagen weiter nachgefragt. Auch die Einbindung von Speichersystemen und Steuerungseinrichtungen werde immer bedeutender. In diesem Gebiet verfüge Frankensolar bereits über ein großes Know-how, hieß es weiter. Die FS Frankensolar Projektmanagement GmbH solle dieses Geschäftsfeld für die Unternehmensgruppe nun weiter vorantreiben. „„Es zeigt sich, dass die frühzeitige Reaktion und Spezialisierung auf den Bereich der Eigenverbrauchsanlagen sowie die gesamtheitliche Betrachtung und Integration von unterschiedlichen Erzeugungsanlagen in vorhandene Strukturen der richtige Schritt für die Zukunft war“, erklärte Thomas Vogel, Geschäftsführer von FS Frankensolar Projektmanagement.

In den vergangenen Monaten sind zahlreiche Photovoltaik-Großhändler in Deutschland vom Markt verschwunden. Angesichts der rückläufigen Photovoltaik-Nachfrage in Deutschland haben sie derzeit einen schweren Stand. Zuletzt hatte AS Solar Insolvenz anmelden müssen und kurze Zeit später seinen Geschäftsbetrieb eingestellt. Zuvor übernahm Energiebau die Kunden des insolventen Konkurrenten Donauer Solartechnik und Saint Gobain kündigte an, seine für den Großhandel zuständige Tochter Solarkauf vom Markt zu nehmen. Anschließend übernahm aber Luxra die Marke Solarkauf und führt seither das Großhandelsgeschäft mit Photovoltaik-Komponenten weiter.* (Sandra Enkhardt)

*In der ersten Version des Artikels fehlte der Hinweis, dass Luxra die Marke Solarkauf weiterführt. Dort hieß es nur, dass Saint Gobain seine Tochter vom Markt nehmen wollte. Wir bitten dies zu entschuldigen.

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