90 Stellungnahmen zu Photovoltaik-Pilotausschreibungen eingereicht

Verbände und Unternehmen waren bis vergangenen Freitag aufgerufen, zum „Entwurf eines Eckpunktepapiers für ein Ausschreibungsdesign für Photovoltaik-Freiflächenanlagen“ des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) Stellung zu nehmen. Es seien etwa 90 Stellungnahmen eingereicht worden, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage von pv magazine. Diese würden zeitnah auf der Homepage des Ministeriums veröffentlicht. Eine gründliche Auswertung der Stellungnahmen werde einige Zeit beanspruchen.

Dennoch hält das Ministerium an seinem Zeitplan fest. „Das BMWi will noch dieses Jahr einen Verordnungsentwurf vorlegen“, sagte die Sprecherin. Ziel sei, dass mit den Ausschreibungsrunden bis Mitte 2015 begonnen werden könne. Sie sollen über die Bundesnetzagentur erfolgen. Die Veröffentlichung des ersten Evaluationsberichts sei Ende kommenden Jahres vorgesehen. „Das BMWi arbeitet mit Hochdruck daran, dass die Ausschreibungen bei der Freifläche erfolgreich verlaufen wird“, sagte die Sprecherin weiter.

Mit Blick auf die Bedenken von Bürgerenergieverbänden sagte das Ministerium zu, die Ergebnisse der Konsultationen sorgfältig auszuwählen. Der Erhalt der Akteursvielfalt bei der Realisierung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen sei ein wichtiges Ziel. Unerlässlich sei ein Ausschreibungsdesign, das auch weiterhin Bürgersolarparks ermögliche, sagte die BMWi-Sprecherin. Das Ministerium habe daher „ein einfaches, transparentes und leicht umsetzbares System mit relativ leicht erfüllbaren Anforderungen“ vorgeschlagen. Vertreter von Bürgerenergieverbänden fordern trotzdem gesonderte Ausschreibungen für ihre Projekte. (Sandra Enkhardt)

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