Kein Photovoltaik-Boom im Juli – 344 Megawatt Zubau

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Die Bundesnetzagentur hat die Photovoltaik-Zubauzahlen für den Juli veröffentlicht. Demnach sind 10.720 neue Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 344,7 Megawatt bei der Behörde gemeldet worden. Dies ist ein deutliches Anstieg gegenüber dem Monat Juni, als gerade einmal 188 Megawatt Photovoltaik-Leistung zugebaut wurden. Dennoch ist es angesichts der Änderung des EEG, die zum 1. August wirksam wurde, nur eine sehr geringe Marktbelebung. Sie ist nicht vergleichbar mit Zubauraten in den Vorjahren, wenn Änderungen des EEG in Kraft traten oder größere Degressionen zum Jahresende anstanden. Der Zubau zwischen Januar und Juli beläuft sich nach den vorgelegten Zahlen in Deutschland damit auf 1358,7 Megawatt.

Mit der EEG-Novelle hat sich auch die Basisdegression verändert. Sie beträgt nunmehr 0,5 Prozent und nicht mehr 1,0 Prozent. Die Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Anlagen sinken zum 1. September damit für kleine Dachanlagen bis zehn Kilowatt auf 12,69 Cent je Kilowattstunde. Solarstrom aus Dachanlagen mit 10 bis 40 Kilowatt Leistung wird dann mit 12,34 Cent je Kilowattstunde vergütet und bei Dachanlagen bis 500 Kilowatt mit 11,03 Cent je Kilowattstunde. Für Freiflächenanlagen bis 500 Kilowatt gibt es eine Einspeisevergütung von 8,79 Cent je Kilowattstunde. Für alle Photovoltaik-Anlagen über 500 Kilowatt Leistung gilt seit 1. August die Pflicht zur Direktvermarktung des erzeugten Solarstroms. Auch dafür veröffentlicht die Bundesnetzagentur mittlerweile die sogenannten „anzulegenden Werte“. Sie betragen im September für Solarparks bis zehn Megawatt Leistung 9,18 Cent je Kilowattstunde. Für Dachanlagen gibt die Behörde je nach Größe der Anlage Werte zwischen 11,43 und 13,08 Cent je Kilowattstunde an. Auch die anzulegenden Werte sind mit einer monatlichen Degression versehen, deren Höhe analog zu den Einspeisevergütungen ist. (Sandra Enkhardt)

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