NPD Solarbuzz sieht viele US-Projekte wegen Zöllen in Gefahr

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In geplanten Photovoltaik-Kraftwerken mit mehr als drei Gigawatt Gesamtleistung in den USA sollten chinesische Solarmodule installiert werden. Diese Projekte seien angesichts der vorläufigen Anti-Dumping- und Anti-Subventionszölle des US-Handelsministeriums nun in Gefahr, schreiben die Analysten von NPD Solarbuzz in ihrer jüngsten Veröffentlichung zum US-Markt. Die Planer müssten entweder neue Lieferanten finden oder potenziell höhere Preise in Kauf nehmen. „Die großen Photovoltaik-Freiflächenanlagen sind besonders anfällig bei Kostenerhöhungen oder potenziellen Störungen, da viele Betreiber Stromabnahmeverträge zu aggressiven Preisen unterzeichnet haben“, sagt Michael Barker, Senior Analyst von NPD Solarbuzz.

Trotz der drohenden Importzölle für kristalline Photovoltaik-Produkte aus China und Taiwan sei die Photovoltaik-Nachfrage in den USA weiter groß. Die Projektpipeline wachse weiterhin und nähere sich mittlerweile den 50 Gigawatt im Bereich von Kraftwerken und gewerblichen Dachanlagen. Sie werden vor allem durch geplante Projekte in Kalifornien, Nevada, North Carolina und Arizona weiter getrieben. Aber auch in Bundesstaaten wie Utah oder Minnesota, in denen bislang nur wenig Photovoltaik zugebaut worden sei, gebe es nun Planungen für Solarparks mit einigen hundert Megawatt Gesamtleistung, schreiben die Analysten von NPD Solarbuzz. Das Wachstum könnte aber unterbrochen werden, wenn externe Faktoren für einen signifikanten Preisanstieg sorgten, sagt Analystin Christina Beadle von NPD Solarbuzz.

Das chinesische Handelsministerium MOFCOM hatte nach der Ankündigung der vorläufigen Anti-Dumpingzölle ebenfalls vor negativen Auswirkungen auf den Downstream-Bereich in den USA gewarnt. Die Entscheidung über endgültige Importzölle fällen das US-Handelsministerium und die Internationale Handelskommission der USA bis Ende Januar 2015. (Sandra Enkhardt)

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