China: Dachanlagen-Zubau im Jahr 2014 vermutlich nur bei einem Gigawatt

Das ehrgeizige Ziel der chinesischen Regierung, im Jahr 2014 Photovoltaik-Dachanlagen mit einer Gesamtleistung von rund acht Gigawatt neu zu installieren, scheint in weiter Ferne. Auch die Prognose des Marktforschungsunternehmens IHS von Ende März, dass etwa 4,8 Gigawatt zugebaut werden könnten ist nun fraglich.

Auf einem Dinner des kalifornischen Unternehmens Roth Capital Partners am Rande der 8. SNEC PV Power Expo in Shanghai haben Vertreter von großen chinesischen Photovoltaik-Unternehmen und der chinesischen Gesellschaft für Erneuerbare Energien (CRES) die bisherigen Zubauziele und -prognosen für Photovoltaik-Dachanlagen angezweifelt.

Die Branchenexperten erklärten pv magazine, dass sie in diesem Jahr eher mit einem Zubau von einem Gigawatt im Segment der Dachanlagen rechnen, im Bereich größeren Solarparks gehen sie von einem Zubau von etwa 6 Gigawatt aus. Dies liege vor allem an bislang ungeklärten Förder-Regelungen für die kleineren Dachanlagen. Die Experten hoffen aber, den Zubau bei Freiflächenanlagen noch soweit steigern zu können, dass am Ende des Jahres ein Gesamtzubau von neun bis zehn Gigawatt erreicht wird.

Die Vorhersage von IHS von Ende März, dass im Jahr 2014 in China rund acht Gigawatt Freiflächenanlagen zugebaut werden, kann also eventuell noch erreicht werden. Das Team von IHS ist derzeit auf der SNEC vor Ort und wird vermutlich in Kürze eine aktuelle Einschätzung von Chinas PV-Markt und der zu erwartenden Zubaumenge liefern. (Mirco Sieg, Edgar Meza)