Nachrüstung der Photovoltaik-Anlagen kommt voran

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In Deutschland sind mehr als 400.000 Photovoltaik-Anlagen von der Änderung der 50,2-Hertz-Abschaltfrequenz betroffen. Diese bisher vorgeschriebene einheitliche Abschaltfrequenz ist im Juli 2012 von der Bundesregierung im Zuge der neuen Systemstabilitätsverordnung geändert worden. Sie will damit verhindert, dass sich die Photovoltaik-Anlagen alle gleichzeitig abschalten. Dies trage dazu bei, die Stabilität der Stromnetze zu erhöhen. „Nahezu abgeschlossen ist die Nachrüstung der großen Photovoltaikanlagen. Eine Vielzahl an kleineren, übers Land verteilten Anlagen steht allerdings jetzt erst noch bevor“, erklärte nun Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Bis Ende Mai sei voraussichtlich auch die Umrüstung der rund 90.000 mittelgroßen Photovoltaik-Anlagen abgeschlossen. Die kleinen Systeme würden dann bis zum Jahresende folgen. Die meisten der betroffenen Photovoltaik-Anlagen stünden in Bayern und Baden-Württemberg. Ausgenommen von der Neuregelung sind nur Kleinanlagen unter zehn Kilowatt Leistung und Photovoltaik-Anlagen, die seit 2012 in Betrieb genommen worden seien.

Die AEE berichtet, dass die Nachrüstungen im vergangenen Jahr nur mit Schwierigkeiten begonnen hätten. Die Fragebögen der Netzbetreiber seien oftmals fehlerhaft ausgefüllt von den Anlagenbetreiber zurückgeschickt worden. Nun gebe es eine internetgestützte Ausfüllhilfe, die die Fehlerquote deutlich reduziert habe. Allerdings ist nach dem Abschluss der Umrüstung der großen Photovoltaik-Anlagen nun das Segment von Systemen mit Leistung zwischen 30 und 100 Kilowatt an der Reihe. Damit nähere man sich dem Segment der Dachaanlagen privater Betreiber. „Je kleiner die Anlage, desto geringer ist in der Regel auch das technische Wissen der Anlagenbesitzer über die Anlagendaten“, so Vohrer weiter. Es bestehe daher die Gefahr, dass es zu weiteren Verzögerungen komme. „Dabei ist die Umrüstung für die Anlagenbetreiber kostenlos und erfordert genauso wenig Aufwand wie die Heizungsablesung“, sagte Vohrer, der die Betreiber zur Mitwirkung aufforderte. (Sandra Enkhardt)

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