Verkauf von Aleo-Solar-Anteilen offenbar doch teurer für Bosch

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Bosch drohen nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ doch höhere Kosten für den Ausstieg aus dem Photovoltaik-Geschäft. 31 Millionen Euro als Transaktionsausgleich habe Bosch Solar draufgezahlt, damit ein asiatisches Konsortium den gut 90-prozentigen Anteil an Aleo Solar kauft. Dieser Betrag könnte nun noch steigen. Bosch habe sich verpflichtet, diesen Transaktionsausgleich noch aufzustocken und gleichzeitig noch einen Liquidationszuschuss bis zu 50 Millionen Euro in bar zu zahlen, berichtet das Blatt mit Verweis auf die Unterlagen für die Hauptversammlung am 15. April weiter. Diese Zusage gelte bis zur Lösung von Aleo Solar aus dem Handelsregister, maximal jedoch bis Ende 2017. Bosch hat sich dem Bericht zufolge seinen Ausflug in die Photovoltaik seit 2008 rund 3,7 Milliarden Euro kosten lassen. Erst kürzlich erfolgte der Verkauf des Bosch-Solar-Werkes in Arnstadt an Solarworld. Auch hierbei soll der Stuttgarter Konzern gewisse Verpflichtungen und Ausgleichzahlungen zugesagt haben. Bestätigen wollte dies aber keine Seite.

Der Mindesheitsaktionär von Aleo Solar, die Deutsche Balaton, habe indes eine Sonderprüfung der Transaktion beantragt. Das Unternehmen wolle wissen, ob im Bosch-Konzern Quersubventionen auf Kosten der Solar-Minderheitsaktionäre getätigt worden seien, schreibt die "Wirtschaftswoche" weiter.

Anfang Februar verkündete Aleo Solar den Verkauf seines wesentlichen operativen Geschäfts einschließlich des Produktionsstandorts Prenzlau und der Marke Aleo an die Hamburger SCP Solar GmbH. Hinter dieser Erwerbsgesellschaft aus Hamburg steht ein Konsortium, zu dem Sunrise Global Solar Energy aus Taiwan, Choshu Industry aus Japan sowie Pan Asia Solar aus Hongkong gehören. Zu den Vertragsdetails war bekannt geworden, dass die SCP Solar die Produktionsstätte in Prenzlau einschließlich Anlagevermögen, Vorräten, gewerblichen Schutzrechten und Anteilen an einem Tochterunternehmen für einen Euro erwirbt und zusätzlich von den drei Investoren mit Eigenkapital in Höhe von 13,5 Millionen Euro ausgestattet werden soll. Gleichzeitig zahlt Aleo Solar dem Hamburger Unternehmen eine Mitgift in Höhe von zehn Millionen Euro. Die Robert Bosch GmbH leistet an die AG zudem einen Transaktionsausgleich in Höhe von 31 Millionen Euro. (Sandra Enkhardt)