Photovoltaik-Dachanlagen mit 6,4 Megawatt entstehen in Berlin

Teilen

Die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft (ORCO-GSG) realisiert derzeit eines der größten Photovoltaik-Projekte in Berlin. Auf 140 Dächern von 32 Berliner Gewerbehöfen in Charlottenburg, Kreuzberg, Lichtenberg, Marienfelde, Marzahn, Pankow, Tempelhof und Wedding sollen bis zum Sommer 2014 Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 6,4 Megawatt einstehen, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt 26.200 Solarmodule von mp-tec würden auf Dachflächen von 43.000 Quadratmetern installiert. Die Photovoltaik-Anlagen würden jährlich rund 5,8 Millionen Kilowattstunden Solarstrom produzieren. Dieser solle zunächst vorrangig ins Stromnetz eingespeist werden. Ab spätestens 2015 wolle ORCO-GSG bis zu einem Drittel der produzierten Solarstroms selbst verbrauchen. Der restliche Strom werde bis 2017 bis zu 1200 Gewerbemieter in Berlin zu besonders günstigen Konditionen angeboten, hieß es weiter. Für die Finanzierung der Anlagen habe das Unternehmen eine Finanzierung von neun Millionen Euro von der Investitionsbank Berlin (IBB) erhalten.

ORCO-GSG zeige mit dem Photovoltaik-Projekt Eigenengagement bei der Umsetzung der Energiewende. „Sie fördert zudem durch attraktive Ökostrompreise zahlreiche innovative Berliner Mittelständler und damit den Standort Berlin als idealen Unternehmensstandort“, beründete IBB-Generalbevollmächtigter Matthias von Bismarck-Osten die Finanzierung. „Berlin plant bis 2050 klimaneutral zu sein. Und dafür gibt es noch viel zu tun. Wir müssen nicht nur für eine umweltverträgliche Energieerzeugung sorgen, sondern gleichzeitig auch eine bezahlbare Energieversorgung sicherstellen. Zu beidem leistet die ORCO-GSG mit der neuen Photovoltaik-Anlage einen wichtigen Beitrag“, erklärte Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt in Berlin. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits sechs Blockheizkraftwerke gebaut. Zudem seien zwei eigenen Ladesäulen für Elektroautos in Berlin installiert worden, die zukünftig komplett mit Solarstrom versorgt werden sollen. (Sandra Enkhardt)