Deutlicher Verlust bei SMA Solar erwartet

Die SMA Solar Technology AG konnte sich lange gegen die Krise in der Solarindustrie stemmen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte sich aber auch bei dem Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern die Konsolidierung voll bemerkbar. Am kommenden Donnerstag wird SMA Solar seine Zahlen für 2013 vorlegen. Es werde erwartet, dass der Umsatz im vergangenen Jahr um rund ein Drittel auf 969 Millionen Euro gesunken sei, meldet die Nachrichtenagentur dpa-AFX. Das EBIT-Ergebnis werde voraussichtlich bei -59 Millionen Euro liegen. Nach den von Bloomberg befragten Experten sei zudem ein Verlust unter dem Strich von 42 Millionen Euro zu erwarten. Der Vorstand von SMA Solar hatte wiederholt geäußert, dass ein Verlust für 2013 nicht auszuschließen sei und umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet. Diese waren auch mit einem massiven Stellenabbau bei SMA Solar in Deutschland verbunden. Die Einmalbelastungen, etwa durch Rückstellungen für den Stellenabbau, Wertberichtigungen und Anlaufverluste bei der chinesischen Tochter Zeversolar belasteten das Ergebnis insgesamt mit etwa 79 Millionen Euro, heißt es in der Meldung weiter.

Für Aufsehen sorgte die jüngste Ankündigung von SMA Solar, wonach der deutsche Hersteller die Produktion des dänischen Konkurrenten Danfoss übernehmen wolle. Im Gegenzug steige Danfoss mit 20 Prozent bei SMA ein. Aus dieser neuen Kooperation seien für dieses Jahr noch keine positiven finanziellen Effekte zu erwarten. Ab dem kommenden Jahr rechneten beide Hersteller aber mit Einsparungen im zweistelligen Millionenbereich, heißt es weiter. Für dieses Jahr peile der SMA-Solar-Vorstand eine Steigerung des Umsatzes auf 1,0 bis 1,3 Milliarden Euro an. Das operative Ergebnis werde zwischen 0 und 20 Millionen Euro erwartet. Die befragten Analysten gingen für das kommende Jahr auch dank der Danfoss-Kooperation dann von deutlich steigenden Umsatz- und Ergebniszahlen bei SMA Solar aus. Gewinnmargen wie in der Vergangenheit werde es wohl aber nicht mehr geben. (Sandra Enkhardt)