Sunedison: Gigawatt-Fertigung in Saudi-Arabien rückt näher

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Der US-Photovoltaik-Konzern Sunedison hat eine Vereinbarung mit dem Public Investment Fund (PIF) der Regierung von Saudi-Arabien und der dortigen Investmentfirma Sanabil über die gemeinsame Finanzierung einer Machbarkeitsstudie für eine vertikal integrierte Photovoltaik-Fertigung geschlossen. Die Fertigung mit einer Gesamtkapazität solle auf dem Komplex Waas Al Shammal in Saudi-Arabien entstehen, hieß es weiter. Dazu habe es bereits Voruntersuchungen von Sunedison und dem National Industrial Clusters Development Program (NICDP) im vergangenen Jahr gegeben.

Der Aufbau der Fabrik, in der alles vom Polysilizium bis zum Solarmodul hergestellt werden solle, stehe im Einklang mit der langfristigen Wachstumsstrategie von Sunedison, die unter anderem die Erschließung neuer Märkte und die Kostenmaximierung bei der Installation von Photovoltaik-Systemen vorsehe, teilte der US-Konzern weiter mit. Die Fremdfinanzierung für das Projekt liege bei rund 6,4 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 4,7 Milliarden Euro. Die Produktion in der Drei-Gigawatt-Fabrik könnte 2017 beginnen, hieß es weiter. Neben der Fertigung von Silizium und Ingots für die eigene Herstellung der Module in der Fabrik solle auch für den Weltmarkt produziert werden. Mit der Fabrik würde Sunedison auch lokalen Herstellern Zugang zu seiner Technologie ermöglichen und eine Downstream-Plattform für die Entwicklung der Solarenergie in Saudi-Arabien und den Nachbarstaaten aufbauen, teilte das Unternehmen weiter mit. Sunedison erwarte für die kommenden Jahre ein deutliches Anziehen der Photovoltaik-Märkte in der Region. (Sandra Enkhardt)