Conergy soll schwarze Zahlen schreiben

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Das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen Conergy will nach der Übernahme durch die US-Finanzgesellschaft Kawa Capital zügig in die Gewinnzone kommen. „Bereits in diesem Jahr rechnen wir mit einem Gewinn bei Conergy“, sagte Kawa-Chef Andrew de Pass dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Das würde die jahrelange Durststrecke des einst größten Solarkonzerns Europas beenden.

Der Vorteil sei, so de Pass laut Handelsblatt, dass Conergy keine Schulden und keine Produktion mehr habe. Kawa konzentriere sich nun darauf, Solarparks zu entwickeln und gebündelt an Investoren zu verkaufen, da Solarprojekte immer mehr vom Finanzmarkt nachgefragt würden. Gebündelt in einen Fonds könne die Rendite bei acht bis zehn Prozent liegen; das sei sehr attraktiv, zumal die Rendite durch Stromabnahmeverträge langfristig gesichert sei. Außerdem will Kawa expandieren: „Wir halten Ausschau nach Übernahmemöglichkeiten in Japan und den USA. Zeitnah sollten wir hier Vollzug melden können“, so de Pass. Mit einer breiten Aufstellung weltweit wolle die neue Conergy-Führung die Firma besser gegen Verwerfungen am Markt absichern.

Das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen rutschte 2013 in die Insolvenz. Das defizitäre Solarwerk wurde von der asiatischen Astronergy übernommen, der Vertrieb und die Zentrale in Hamburg gingen an Kawa. Ende Januar meldete Conergy die Übernahme des britischen Projektentwicklers Wirsol Solar UK Limited. (Petra Hannen)