300 Megawatt Photovoltaik-Zubau in der Schweiz

Nach Zahlen des Schweizer Photovoltaik-Verbandes Swissolar wurden 2013 in der Schweiz Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von rund 300 Megawatt neu installiert. Damit habe sich die insgesamt installierte Leistung auf 730 Megawatt erhöht, und der Solarstromanteil liege bei rund einem Prozent des Schweizer Landesverbrauchs. Siwssolar zufolge verläuft der Ausbau damit deutlich schneller als vom Bundesrat angenommen: Im September hatte dieser seine Energiestrategie für 2020 mit einem Solarstromanteil von zwei Prozent präsentiert – ein Wert, der aus Sicht von Swissolar bereits 2016 erreicht sein wird. Der Verband hält ein Ziel von fünf Prozent für angemessen, wenn die Energiewende Wirklichkeit werden soll.

Der Verband kritisiert, die Schweizer Regierung habe 2013 private Bauherren wie auch Großinvestoren mit einer „Stop-and-Go-Politik“ stark verunsichert. Jetzt habe sich die Lage für die nächsten zwei Jahre entschärft, da 2014 und 2015 größere Photovoltaik-Kontingente in der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) freigegeben würden. Swissolar zufolge wird die voraussichtlich ab 1. April 2014 verfügbare Einmalvergütung für Kleinanlagen zumindest für private Bauherren die Investitionsentscheidung erleichtern und den Markt stützen. Demnach wird die Photovoltaik für private Bauherren zusätzlich attraktiv, da es jetzt das Recht auf Eigenverbrauch des Solarstroms gebe. Die Chancen der Photovoltaik in der Schweiz sind Swissolar zufolge jedoch ab 2016 offen. Zurzeit liege die Schweizer Energiestrategie zur Beratung bei der nationalrätlichen Energiekommission UREK. (Petra Hannen)