NPD Solarbuzz: Aufschwung bei Photovoltaik-Maschinenbauern ab 2015

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Die Hersteller von Photovoltaik-Produktionsanlagen haben in den vergangenen zwei Jahren eine tiefe Talsohle durchschritten. Nach einem Auftragshoch im Jahr 2011, was den Equipment-Herstellern Umsätze von rund 13 Milliarden US-Dollar bescherte, fielen die Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf magere 1,73 Milliarden US-Dollar. Dies sei ein Acht-Jahrestief gewesen, berichten die Analysten von NPD Solarbuzz. Die Investitionen in neue Fertigungen seien im Jahr 2013 weitgehend auf Eis gelegt worden, auch angesichts der bestehenden Überkapazitäten. Diese rückläufigen Investitionen hätten auch viele Maschinenbauer zu einer Restrukturierung ihres Photovoltaik-Geschäfts gezwungen, hieß es weiter.

Doch eine spürbare Marktbelebung erwartet NPD Solarbuzz in den kommenden Monaten. Nach Ansicht der US-Analysten wird die Photovoltaik-Nachfrage in diesem Jahr mit den weltweit bestehenden Produktionskapazitäten von 45 Gigawatt in etwa gleichziehen. Dies bedeute das Ende einer zwei Jahre andauernden Investitionszurückhaltung, heißt es weiter. In der Folge werde es schnell Erweiterungen der bestehenden Photovoltaik-Kapazitäten geben, die sich auch in den Umsätzen der Equipment-Herstelle spürbar niederschlagen werden. Nach der Wachstumsphase zwischen 2008 und 2011, als die Photovoltaik-Hersteller rund 38 Milliarden US-Dollar in neue Produktionsanlagen investierten, folge ab 2015 der nächste Wachstumsschub. Dieser werde im Gegensatz zur Vergangenheit, als viele kleiner Hersteller wie Pilze aus dem Boden schossen, vor allem von den führenden Photovoltaik-Produzenten entlang der Wertschöpfungskette getrieben werden. Für die Jahre ab 2015 erwarten die Analysten von NPD Solarbuzz, dass die Produktionskapazität der führenden Hersteller bei einem Gigawatt und mehr liegen werde, da dies Skaleneffekte bei den Kostenreduktionen und der Produktivität nach sich ziehe.

Kristalline Technologie weiter führend

Auch für die Zukunft werde es so sein, dass die kristalline Photovoltaik-Technologie den Markt beherrschen werde. Allerdings seien auch bei einigen Dünnschichtherstellern Kapazitätserweiterungen im großen Stil zu erwarten, so die Analyse von NPD Solarbuzz. Als Beispiel wird Hanergy angeführt, die mehrere Gigawatt Produktionskapazität neu schaffen wollen. Neue Werke für Dünnschichtmodule seien ab 2015 auch in aufstrebenden Märkten des Nahen Osten und Lateinamerikas zu erwarten, heißt es in dem Bericht weiter. (Sandra Enkhardt)