Sharp schließt Modulwerk in den USA

Die Sharp Corp. will Ende März seine Modulfertigung in den USA schließen.Es sei damit zu rechnen, dass viele der 300 Mitarbeiter in der Fabrik in Memphis ihren Job verlieren werden, berichtet die Zeitung „Nikkei“. Die genaue Zahl werde erst nach den Gesprächen mit der Gewerkschaft feststehen, sagte eine Sharp-Sprecherin der Nachrichtenagentur „Bloomberg“. Die Schließung des Werks in den USA sei Teil einer Strukturreform der Solarsparte, in der sich der japanische Elektronik-Konzern gerade befinde. Erst im Dezember verkündete Sharp, dass es seine Modulfertigung in Wales im Februar stilllegen werde. „Die beiden Werke in Großbritannien und Tennessee sind gemessen an den weltweiten Standards ziemlich als und wahrscheinlich nicht mehr wettbewerbsfähig bei den Produktionskosten“, sagte Bloomberg New Energy Finance-Analystin Jenny Chase. Es sei wahrscheinlich kostengünstiger für Sharp, seine Module bei Herstellern mit neuerem Photovoltaik-Equipment in China, Südostasien, Mexiko oder Polen herstellen zu lassen, so Chase weiter.

Von der Schließung des Modulwerks im walisischen Wrexham sind 250 Mitarbeiter betroffen. Nach den Berichten vom Dezember sollte ihnen gekündigt werden und die Verträge von 365 Leiharbeitern nicht verlängert werden. Sharp-Chef Hiroshi Sasaoka hatte die Stilllegung in einem BBC-Interview damit begründet, dass die Produktion nicht mehr wettbewerbsfähig sei. Genau wie in Wales will Sharp auch am US-Standort aber die Mikrowellen-Produktion aufrecht erhalten. (Sandra Enkhardt)