Photovoltaik-Zubaurekord 2013 in den USA

Die USA können für 2013 einen neuen Rekordzubau bei Photovoltaik-Anlagen vermelden. Insgesamt seien etwa 4200 Megawatt Leistung neu installiert worden, wie NPD Solarbuzz in seinem jüngsten Quartalsbericht schreibt. Dies sei ein Wachstum um 15 Prozent gegenüber 2012. Die USA seien damit zum führenden Markt außerhalb der Asien-Pazifik-Region aufgestiegen. Mit diesem Zubau dürften die USA auch Deutschland überholt haben. Bislang sind die Zahlen für Dezember von der Bundesnetzagentur noch nicht veröffentlicht, dennoch ist davon auszugehen, dass die neu installierte Leistung in Deutschland im vergangenen Jahr unter 3500 Megawatt gelegen haben dürfte.

In den USA sind NPD Solarbuzz zufolge im vierten Quartal allein Anlagen mit etwa 1,4 Gigawatt Gesamtleistung installiert worden. Dies ist ebenfalls ein neuer Quartalsrekord und entspricht der Installation von Solarmodulen mit einer Leistung von einem Megawatt in jeder Stunde mit Tageslicht zwischen Oktober und Dezember 2013, wie es weiter heißt. Ein Anziehen der Photovoltaik-Nachfrage zum Jahresende ist nicht neu – auch in den vergangenen Jahren habe es im vierten Quartal immer wieder Zubaurekorde gegeben.

Der US-Photovoltaik-Markt wird vor allem von der Installation großer Solarparks getrieben. Mehr als 80 Prozent der neu installierten Leistung entfalle auf Großanlagen, berichtet NPD Solarbuzz. Allein im vierten Quartal seien es mehr als ein Gigawatt gewesen. Der Markt für große Dachanlage haben sich auf etwa 500 Megawatt ausgeweitet. Im Segment von kleinen Photovoltaik-Dachanlagen, die sich zu 75 Prozent im privaten Hausbereich befänden, seien im vergangenen Jahr rund 700 Megawatt zugebaut worden, heißt es weiter. Dies sei eine Steigerung um zehn Prozent gegenüber 2012. Weiterhin führend beim Photovoltaik-Zubau ist der Bundesstaat Kalifornien. Auf Platz zwei habe sich mittlerweile North Carolina geschraubt, da dort viele neue Großprojekte realisiert worden seien. Daher habe es Arizona und New Jersey bei der Nachfrage überflügeln können. (Sandra Enkhardt)