Grünes Licht vom Insolvenzverwalter: Energiebau darf Donauer Kunden übernehmen

Der Insolvenzverwalter der Donauer Solartechnik, Oliver Schartl, hat nach der Verfahrenseröffnung die Angebote von Energiebau zur Übernahme des Kundenstamms akzeptiert. Nach der Zustimmung des vorläufigen Gläubigerausschusses habe er damit seine vorherige Absichtserklärung bestätigt, teilte das Kölner Photovoltaik-Unternehmen mit, dass nun den Kundenstamm des insolventen Konkurrenten bei der Photovoltaik-Distribution übernehmen könne. René Médawar, Geschäftsführer Distribution bei Energiebau, zeigte sich darüber erfreut und kündigte an, die Arbeit der Donauer Solartechnik nahtlos fortsetzen zu wollen. Die ehemaligen Kunden der Donauer Solartechnik würden schon bald kontaktiert. Auch der Firmengründer des insolventen oberbayerischen Fachgroßhändlers, Rudolf Donauer, empfahl seinen bisherigen Kunden die Zusammenarbeit mit Energiebau.

Ebenfalls auf Zustimmung traf das Angebot für das Montagesystem Intersol. Es soll künftig von der Lorenz-Montagesysteme GmbH fortgeführt werden. Energiebau werde das Gestell auch künftig weiter vertreiben. Einem entsprechenden Angebot hatte zunächst der vorläufige Gläubigerausschuss und dann auch der reguläre Gläubigerausschuss in der vergangenen Woche zugestimmt. Damit ist die Entscheidung auch formal rechtskräftig.

Bereits im Dezember erklärte Médawar in einem Gespräch mit pv magazine, dass es letztendlich eine Entscheidung der Installateure sein wird, ob sie künftig ihre Photovoltaik-Produkte über Energiebau beziehen wollen. Dennoch erhofft sich sein Unternehmen davon eine deutliche Umsatzsteigerung. Grund für das Angebot sei gewesen, dass die regionalen Überschneidungen beim Kundenstamm mit rund zehn Prozent sehr gering gewesen seien.

Energiebau will sich durch die Übernahme in der Konsoldierungsphase des Photovoltaik-Marktes weiter stärken. Bereits Anfang 2013 hatte Energiebau die Kunden der Phoenix Solar AG, nach deren Rückzug aus dem Handelsgeschäft in Deutschland übernommen. (Sandra Enkhardt)