Hanwha Q-Cells will Kapazitäten ausbauen

Die Hanwha Q-Cells GmbH hat einen Geschäftsausblick für das kommende Jahr veröffentlicht. Nach der Insolvenz des deutschen Photovoltaik-Herstellers und der anschließenden Übernahme durch den koreanischen Chemiekonzern Hanwha Chemical sei die Bilanz mittlerweile wieder gestärkt. Dies wolle Hanwha Q-Cells nun nutzen, um im kommenden Jahr seine Produktionskapazitäten und weltweiten Geschäfte weiter auszubauen, teilte das Unternehmen mit. Insbesondere solle das Segment der Lösungen und Services für Photovoltaik-Kraftwerke stärker ausgeweitet werden. In Malaysia solle eine zusätzliche Produktionslinie für Solarzellen integriert werden, kündigte Vorstandschef Charles Kim an. Entsprechend würden dann auch die Kapazitäten für die Modulproduktion in Europa und Asien erhöht. Damit reagiere Hanwha Q-Cells auf die steigende weltweite Nachfrage.

"Unsere Solarzellen, -module und Anwendungen mit attraktiven Stromgestehungskosten sind die Basis, auf der wir im kommenden Jahr unser Geschäft als kompetenter Partner für Kraftwerkslösungen weiter ausbauen werden", sagte Kim weiter. Es gehe dabei um die Projektentwicklung, aber auch die Konstruktion, Finanzierung und weitere Dienstleistungen für Photovoltaik-Kraftwerke. Für die Umsetzung dieser Ziele hat Hanwha Q-Cells nun auch noch frisches Kapital zur Verfügung. Ende November habe der Photovoltaik-Hersteller sein Eigenkapital um rund 138,5 Millionen Euro über eine Bar-Kapitaleinlage durch Hanwha Chemical erhöht. Damit könne das Unternehmen als zuverlässiger Partner für Photovoltaik-Kunden, Investoren und Projektentwickler weltweit agieren. Zugleich zeige es das starke Interesse des südkoreanischen Mischkonzerns am Photovoltaik-Geschäft. "Unser Engagement im Bereich Solar geht weit über den Aufbau eines erfolgreichen Geschäftsfeldes hinaus. Unser Ziel ist es, die Photovoltaik zum Herzstück des zukünftigen Wachstums unseres Unternehmens zu machen", sagte Ki-Joon Hong, Vize-Aufsichtsrat und Chief Executive von Hanwha Chemical und Vertreter der Hanwha Gruppe. (Sandra Enkhardt)