USA: Drittgrößter Solarmarkt im Jahr 2014

In den vergangenen zwölf Monaten ist die Pipeline an geplanten oder in Bau befindlichen Photovoltaik-Projekten in den USA um 7 Prozent gestiegen. Damit erreicht sie nun ein Volumen von rund 43 Gigawatt. Das ist genug, um etwa sechs Millionen US-Haushalte mit Solarstrom zu versorgen.

In den vergangenen Jahren dominierten vor allem Großprojekte mit mehr als 100 Megawatt Leistung den Zubau in den USA. Dies scheint sich nun zu ändern. In näherer Zukunft wird der Zubau laut NPD Solarbuzz überwiegend durch etwas kleinere Projekte mit bis zu 30 Megawatt Leistung vorangetrieben. Aufgrund der umfangreichen Projektpipeline prognostiziert NPD Solarbuzz, dass die USA im Jahr 2014 der drittgrößte Solarmarkt der Welt sein wird, nach China und Japan.

Michael Barker, Senior Analyst bei NPD Solarbuzz erklärt, dass Photovoltaikprojekte aller Größenordnungen aufgrund sinkender Systempreise in den USA immer leichter realisierbar seien. Was die installierte Kapazität angeht, würden aber immer noch große Projekte mit mehr als 20 Megawatt Leistung dominieren.

US-amerikanische Photovoltaikprojektierer werden derzeit vom sogenannten Investment Tax Credit (ITC) zur Eile getrieben. Dieser verspricht eine Steuervergünstigung von 30 Prozent für Photovoltaikprojekte, die bis zur Deadline im Jahr 2017 fertiggestellt werden. Laut Solarbuzz-Analystin Christine Beadle ist hier auch ein Grund für den Trend zu kleineren Photovoltaikprojekten zu sehen. „ Die Deadline bewirkt eine Verlagerung hin zu kleineren Anlagen, die in einem kürzeren Zeitrahmen fertiggestellt werden können." (Mirco Sieg)