Suntech beantragt vorläufige Insolvenz auf den Caymans

Suntech Power Holdings Co Ltd, hat auf den Kaimaninseln (Cayman Islands) einen Antrag auf vorläufige Insolvenz gestellt. Der chinesische Photovoltaik-Hersteller, der massiv verschuldet ist und derzeit mit seinen Gläubigern um eine Restrukturierung ringt, ist auf den Caymans offiziell im Handelsregister eingetragen. Dieser Antrag ist wohl eine Reaktion auf den Insolvenzgesuch von US-Gläubigern für die Suntech Power. Offiziell hat Suntech bis Mittwoch Zeit, darauf zu reagieren. Für den Fall das der zuständige Gerichtshof auf den Caymans den Antrag gewährt, werde ein von Suntech ausgewählter Verwalter eingesetzt, der die Restrukturierung des Unternehmens gemeinsam mit Vorstand und Aufsichtsrat vorantreiben soll, Mit dem vorläufige Insolvenzverfahren erhalte das chinesische Photovoltaik-Unternehmen zudem auch zusätzliche Zeit, um sich mit seinen Gläubigern zu einigen und Schutz vor deren Forderungen.

Auch in den USA erwäge der chinesische Hersteller nun, einen Insolvenzantrag nach Chapter 15, sollte das Gericht in den Caymans das Verfahren eröffnen. Diese Form der Insolvenz bietet besonderen Schutz für Unternehmen, die Besitz und Gläubiger außerhalb der USA haben. Die US-Gläubiger hatten zuvor einen Insolvenzantrag nach Chapter 7 gestellt, der auf die Liquidation von Suntech abzielt. Ryan Berney, Analyst von Raymond James, sagte der Nachrichtenagentur Reuters nach Bekanntwerden des vorläufigen Insolvenzsantrags: „Wir denken, dass dies das Ende von Suntech ist.“ Die Aktien des chinesischen Photovoltaik-Herstellers verloren massiv an der New Yorker Börse an Wert. Das Minus lag kurz nach der Veröffentlichung bei rund 15 Prozent. (Sandra Enkhardt)