Neue Rekordabsätze von Yingli, Trina und First Solar erwartet

Im dritten Quartal ist die Erholung der Solarindustrie nach Ansicht von NPD Solarbuzz einen großen Schritt vorangekommen. Neun der zehn größten Photovoltaik-Hersteller werden voraussichtlich ein Zuwachs bei den Modulabsätzen vermelden, sechs davon sogar neue Rekordabsätze, schreiben die Analysten in ihrem jüngsten Quartalsbericht. Auch die Modulpreise der führenden chinesischen Modulhersteller hätten sich im dritten Quartal in Folge stabilisiert. Sie lägen bei einem Niveau um die 0,63 US-Dollar/Watt, was zu einem Anstieg der Bruttomargen auf 18 Prozent führen werde.

Zu den Photovoltaik-Unternehmen die wahrscheinlich neue Rekordabsätze für das dritte Quartal melden werden, gehören Yingli Green Energy, Trina Solar, Canadian Solar, First Solar, Jinko Solar und Renesola, sagt NPD-Solarbuzz-Analyst Ray Lian. Für Yingli sei es die siebte Steigerung in Folge – gesehen von Quartal zu Quartal. In den zurückliegenden zwölf Monaten bis Ende September 2013 komme Yingli damit auf einen Gesamtabsatz von etwa drei Gigawatt. Nach Yingli hätten in diesem Zeitraum Trina Solar und Canadian Solar die meisten Module verkaufen können, heißt es weiter. Dicht dahinter folge Jinko Solar, wenn man die Absatzmenge in Megawatt bemesse. Insgesamt lägen mit Renesola, Hanwha Solar One und Hareon Solar drei weitere führende chinesische Photovoltaik-Hersteller in den Top Ten.

Der durchschnittliche Verkaufspreise der Solarmodule der größten 20 Hersteller sei im Vergleich zum zweiten Quartal 2013 von 0,75 auf 0,74 US-Dollar je Watt leicht gesunken. Dieser Rückgang sei vor allem auf die fallenden Verkaufspreise auf dem japanischen Photovoltaik-Markt zurückzuführen, schreiben die Analysten von NPD Solarbuzz. Dort habe die gestiegene Konkurrenz zwischen einheimischen und ausländischen Modulherstellern zu einem rapiden Preisverfall selbst für Premiummodule geführt. Die Preise bei den führenden chinesischen Photovoltaik-Herstellern hätten sich mit rund 0,63 US-Dollar pro Watt in den ersten drei Quartalen des Jahres angeglichen. Jinko Solar sei bei den Kostensenkungen weiterhin führend. Als erstem Photovoltaik-Hersteller überhaupt sei es dem Unternehmen gelungen unter 0,50 US-Dollar pro Watt zu kommen, so die Analysten weiter. Bei den nicht-chinesischen Herstellern sei REC Solar derjenige Hersteller mit den wettbewerbsfähigsten Kostenstrukturen. Eine Folge dieser weiteren Kostensenkungen sei auch ein Anstieg der Bruttomargen. Die größten 20 Hersteller werden voraussichtlich Margen von etwa 12,5 Prozent erreichen; einige chinesische Firmen auch 18 Prozent.

China nun größter Photovoltaik-Markt

Die 20 führenden Photovoltaik-Hersteller haben NPD Solarbuzz zufolge in den meisten Ländern einen Anteil von mehr als 70 Prozent beim Zubau. Allerdings in China, der nun im dritten Quartal zum Markt mit der weltweit größten Nachfrage geworden ist, läge der Anteil nur bei etwa 50 Prozent der verkauften Solarmodule. In China kämen auch die so genannten Tier2- und Tier3-Hersteller zum Zuge, die zumeist nur auf dem Heimatmarkt aktiv seien und auf Exporte ihrer Module verzichteten. Der Markt in den USA werde weiterhin von First Solar dominiert, die vor allem viele Großprojekte realisierten. Allerdings habe Yingli mittlerweile Sunpower als Nummer zwei ablösen können.

Zu den Zukunftserwartungen schreiben die Analysten von NPD Solarbuzz, dass von weiteren Kostensenkungen in den kommenden Quartalen auszugehen ist. Diese seien voraussichtlich auf Wirkungsgradsteigerungen zurückzuführen. Allerdings würden sich die durchschnittlichen Verkaufspreise nur wenig ändern. Es sei davon auszugehen, dass einige führende chinesische Modulhersteller auch wieder Bruttomargen von mehr als 20 Prozent erreichten. Dies habe es zuletzt 2010 gegeben, schreiben die Analysten. (Sandra Enkhardt)