Q-Cells-Solarparks in Kanada verkauft

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Der Insolvenzverwalter der Global PVQ SE, die nach dem Verkauf der Markenrechte der Q-Cells SE an Hanwha Chemical entstand, hat weiteres Geld für die Gläubiger einsammeln können. Henning Schorisch habe sieben Photovoltaik-Projekte mit einer Gesamtleistung von 67 Megawatt in Kanada erfolgreich verkauft. Die Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe fließen nun in die Insolvenzmasse ein, aus der 2014 die Forderung der Gläubiger bestmöglich befriedigt werden sollen, wie es weiter hieß.

Drei Solarparks mit einer Gesamtleistung von 25 Megawatt seien von einem Zusammenschluss kanadischer Ureinwohner, dem „Rainy River First Nations“ gekauft worden. Die restlichen vier Photovoltaik-Projekte seien an die Infrastruktur-Fonds „Fiera Axium Infrastructure Canada II L.P.“ gegangen. Die Übertragung an die Käufer sei bereits vollzogen, teilte Global PVQ SE weiter mit. Die Projekte seien von einem Joint Venture realisiert worden. Das Gemeinschaftsunternehmen hatten die kanadische Tochter von Q-Cells und die kanadische Firma ATS Automation Tooling Systems Inc. gegründet.

Erst kürzlich hatten die Gläubiger der ehemaligen Q-Cells SE mit großer Mehrheit dem Insolvenzplan zugestimmt. Schorisch schlug eine Beschleunigung des Verfahrens vor und will den Gläubigern in diesem Jahr eine erste Abschlagsrate von 8,5 Prozent ihrer anerkannten Forderungen auszahlen. Bis Ende 2015 soll das Verfahren spätestens abgeschlossen sein.

Ebenfalls Ende August reichte Schorisch Klage gegen die Kanzlei Hengeler Müller ein. Dabei gehe es darum, Anfechtungsansprüche sowie Ansprüche, die sich aus der Nichteinhaltung von Formalien bei der Abrechnung von Leistungen gemäß Rechtsprechung ergeben, durchzusetzen, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters damals auf Anfrage von pv magazine. Auch diese eingeklagten Forderungen könnten im Erfolgsfall in die Insolvenzmasse einfließen und damit den Gläubigern zugute kommen. (Sandra Enkhardt)